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ENDE GELÄNDE - Liz Evers - PIPER

"ENDE GELÄNDE" von Liz Evers - das ist aus meiner Sicht eine makaber-witzige Hommage an den Tod.

Wie sollte man diesem "Schreckensgespenst", das uns alle früher oder später ereilt, denn auch anders entgegentreten können, als mit Witz, Ironie und Leichtigkeit. Wie kommen wir mit etwas zurecht, das eigentlich so grausam ist, dass es uns meist nicht gelingt, "normal" darüber zu sprechen? Nur dadurch, indem wir uns über ihn lustig machen - über den Tod, indem wir uns über ihn amüsieren - über den Tod und indem wir das herausfiltern, was ihm - richtig betrachtet - seinen Schrecken nimmt. Und genau das gelingt Liz Evers mit "Ende Gelände".

Im Original heißt das Buch übrigens "I Told You I was Ill". Auch wenn manche Übersetzungen ins Deutsche oft sehr gewollt oder unbeholfen klingen und sehr oft auch konsequent vom Original abweichen und somit irreführend sind. In diesem Fall finde ich persönlich die lockere, individuelle, deutsche Übersetzung eigentlich sehr geglückt.

Der schwarze Titel auf dem weißen Grund springt uns dann auch gleich ins Auge und wir müssen erstmal schmunzeln. Ebenso vielleicht über das Skelett mit dem Blumenstrauß in der Hand darunter. Quasi der Tod, der sich selbst zur Beerdigung Blumen mitbringt - oder so ähnlich ... Wir können den Tod nur ertragen, wenn wir seine lustige Seite erkennen.

Und dabei hilft uns Liz Evers durchgängig im ganzen Buch ...

Witzig geschrieben, aber nicht zu aufgesetzt "tralala", sondern auch mit dem nötigen Respekt und der notwendigen Pietät, nie billig, nie geschmacklos, aber extrem makaber und belustigend. Gut gemacht!

"Ich habe keine Angst vor dem Sterben.

Ich möchte nur nicht dabei sein, wenn es passiert."

ist quasi das "Eingangsmotto". Einst offenbar gesagt vom genialen Woody Allen.

Und damit steigen wir auch gleich ein in das "Totenbuch der besonderen Art".

Das Buch ist unterteilt in verschiedene Kapitel, so kann man einfach auch mal quer lesen oder schnell rein lesen, muss das Buch also nicht zügig von vorn bis hinten lesen.

So erfahren wir z.B. "herausregende, hintergründige und absurde Abgänge" im Kapitel "Stilvoll abtreten". Weiter geht’s dann mit "merkwürdige Testamente und komische Beerdigungen" im Kapitel "Noch Wünsche?". Besonders schön und optisch ansprechend das Kapitel "Ich war hier", in dem die Autorin uns "witzige Grabinschriften" präsentiert. Sogar mit gemalten Grabsteinen! Also das ist wirklich was für den ganz besonders morbiden Geschmack! Oder einfach nur für Leute, die über alles lachen können, auch z.B. über einen Grabstein, auf dem steht: "R.I.P. "Zurück zum Stummfilm" Clarke Gable", oder: "R.I.P. "Letzte Ausfahrt Familiengrab" Alfred Hitchcock" und so weiter und so fort. Hier wird uns ein düsteres Schmunzeln entlockt, ob wir wollen oder nicht ...

Im Kapitel "vorgetäuschte und irrtümliche Tode" ES LEBT! gibt’s einige besonders nette Anekdoten zu lesen. Und im Kapitel "Pimp meinen Sarg" können wir von ganz besonderen Särgen für die letzte Reise lesen ...

Abgerundet und beendet wird das außergewöhnliche Buch dann mit einem Kapitel über die schönsten und lustigsten Beerdigungslieder, wie z.B. die Klassiker im Krematorium "Disco Inferno", "Light my fire" oder "Ring of fire" und schlussendlich mit "Witzen über das Sterben" im Kapitel "Ich lach' mich tot" ...

"ENDE GELÄNDE" hat mich sehr amüsiert und ich habe überdies noch viel Kurioses und Skurriles zum Thema Tod erfahren. Der Tod ist nichts, worüber man im echten Leben lachen mag. Und genau deshalb ist so ein Buch genau das Richtige gegen den Ernst des Lebens: Makaber, obskur, skurril, witzig und trotzdem intelligent und respektvoll. Eine Hommage an den Tod eben!

c) M.

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DEEP SECRETS BERÜHRUNG - ROMAN - LISA RENEE JONES

"DEEP SECRETS BERÜHRUNG" - das sind 349 vollgepackte Seiten mit: Geheimnissen! Berührung gibt es eigentlich eher weniger. 349 Seiten Rätsel, Spekulationen, Liebe, Furcht, Erotik, Andeutungen, ein Tagebuch und: vier Hauptpersonen!

Da ist die Protagonistin Sara - sie kommt auf ziemlich rätselhafte Weise zu den Tagbüchern von Rebecca. Die liest sie ziemlich begierig und möchte einfach nur wissen, wer Rebecca ist und vor allem: Wer der mysteriöse Mann ist, dem Rebecca ganz offensichtlich verfallen und ausgeliefert ist. Aber was ist mit Rebecca geschehen? Wo ist sie?

Sara begibt sich auf Spurensuche und trifft auf zwei sehr unterschiedliche Männer: Auf den Künstler Chris und auf den undurchsichtigen Mark. Ist einer von den beiden der unheimlich wirkende Mann, dem Rebecca irgendwie hörig ist? Mark hat etwas Beängstigendes und Besitzergreifendes, Chris wirkt dagegen -zunächst- eher sanft, aber ebenso geheimnisvoll ... Bis er ihr etwas zeigt ...

Was wird das sein? Und ist einer der beiden Männer Rebecca's dominanter Liebhaber?

Aus meiner Sicht kommt die Geschichte erst zum Schluss so richtig in Fahrt. Am Anfang ist es ein relativ sanftes, literarisches Dahingeplätscher - alles erzählt aus der Sicht von Sara. Zum Schluss wird die Story richtig spannend ...

Aber: Sie endet mit einem üblen Cliffhanger! Kein Wunder, denn schon im Dezember gibt's den nächsten Band und im März dann das dritte Buch!

Mit SoG hat "Deep Secrets" vielleicht nur ansatzweise zu tun, weil es viel weniger erotisch ist. Das Besondere ist hier, dass Sara gleich auf zwei mysteriöse Männer trifft ... "Deep Secrets" wirkt romantischer ... Aber die Geschichte ist wirklich spannend erzählt und am Ende will man natürlich wissen, wie's weiter geht ... Also auf den nächsten Band warten ... "Deep Secrets - Berührung" - auf jeden Fall lesenswert für Romantic-Erotic-Fans ...

c) M.

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Hydas Nackenrolle mit Massage- und Wärmefunktion

Was kann entspannender sein, als sich nach einem anstrengenden Tag abends aufs Sofa zu legen und sich den verspannten Nacken wärmen und massieren zu lassen? Das zumindest erhofft man sich, wenn man sich diese "Nackenrolle mit Wärme und Massage" anschafft ...

Aber leider kann dieses Kissen nur eines: Leicht anwärmen und stark vibrieren. Als Massage würde ich die Funktion dieser Nackenrolle nämlich gar nicht bezeichnen. Die Rolle vibriert stark. Und wenn man sich so auf's Sofa legt, dann kann man zumindest nicht mehr lesen oder fernsehen. Denn zum einen ist die Vibration im Nacken doch ziemlich laut. Aber zum anderen ist sie so stark, dass der ganze Kopf vibriert und somit an Lesen oder Fernsehen nicht mehr zu denken ist. Für empfindliche Menschen, kann ich mir denken, erzeugt dieses Kissen allenfalls Kopfschmerzen.

Die Wärme-Funktion könnte für mein Empfinden auch etwas stärker sein. Man muss sich schon fest gegen das Kissen drücken, um die Wärme spüren zu können. Aber wenn man dann die „Massage“-Funktion zuschaltet, vibriert eben nicht nur das Kissen, sondern der ganze Kopf.

Eine Waden-Massage wird mit dieser Rolle auch empfohlen. Das ist auch völlig in Ordnung, das funktioniert und ist ganz angenehm.

Das Einzige, was wirklich auch noch ganz in Ordnung ist: Man kann sich, wenn man auf einem bequemen Stuhl sitzt, das Kissen in den Rücken klemmen und sich so anwärmen lassen und die Vibration genießen.

Variieren kann man bei diesem Kissen auch nichts. Es gibt einen An-/Ausschaltknopf für Wärme und Vibration, beides kann man getrennt voneinander benützen. Die Tasten funktionieren gut und sind auch gut zu bedienen.

Der Bezug ist zwar in der Tat kuschlig, aber letztlich halt Polyester.

Ich würde diese Nackenrolle gerne höher bewerten, weil es an sich eine gute Sache ist. Aber in der Umsetzung leider nicht wirklich gelungen. Als Art "Wärmekissen" für die kalten Tage zwar geeignet. Aber die angepriesene Massagefunktion ist eine Vibration, die man mögen muss ... Für den Rückenbereich und die Waden ganz okay, für den Nacken nur für Robuste! All' zu oft wird die Nackenrolle deshalb wohl nicht zum Einsatz kommen ...

c) M.

Eau de Toilette "cyber garden"

Costume National bewirbt sein Eau de Toilette "cyber garden" mit opulenten Worten:

""Eine Hommage an den Garten der Zukunft, in dem das Unerwartete und die Technologie zusammen treffen." soll dieses Parfüm sein. Und in diesem "Garten der Zukunft leben "Natur und Moleküle in perfekter Harmonie."

"Cyber Garden" ist der lebhafte Einklang von Grünem Äther, Vynil Akkord und Hybrid Moos.

Das Ergebnis ist eine außergewöhnlich belebende Duftkreation. Unerwartet intensiv und frisch zugleich."

Das hört sich nach einem ganz besonderen und vor allem hochmodernen Duft an. Die Erwartungen an einen so neuartigen Duft sind groß: Irgendwie anders, hypermodern und zukunftsorientiert soll er wohl sein... Oder wie riecht eigentlich "grüner Äther", "Vynil Akkord" und "Hybrid Moos"? Da erwarte ich mir schon einen noch nie dagewesenen Duft.

Herausgekommen ist zum einen eine ziemlich spacige Verpackung: In einer quietschegrünen Club-Color kommt sie daher. Ist – so gesehen – schon mal ein Hingucker im Bad. Und zum anderen ist der Duft auf jeden Fall eins: Intensiv frisch! Und das ist schon mal gut in einem "cyber garden" – und die Beschreibung hält, was sie verspricht.

In einer "spacigen Zukunft" ist alles vermutlich ziemlich metrosexuell und unisex, die Grenzen verschwimmen. So gibt's auch bei diesem Eau de Toilette keine Mann- oder Frau-Angabe und das ist sicherlich gewollt. Für mein Empfinden ist "cyber garden" aber eher ein maskuliner Duft, mehr frisch-herb, als feminin-zart.

Trotzdem ist "cyber garden" erwartungsgemäß schon ein wenig besonders. Trägt man den Duft auf, hält er auch ziemlich lang. Und immer wieder, im Laufe des Tages, weht einem eine kleine Prise "intensive Frische" um die Nase! Das ist es, was diesen Duft für mein Empfinden ausmacht: Er ist intensiv frisch! Und das ist, wenn man an einen "Garten" denkt, eigentlich genau das, was man damit verbindet: Frische.

Und in dem cyber garden von morgen wird es dann sicherlich Gerüche geben, die wir jetzt noch nicht kennen. Das macht das cyber-garden-Eau-de-Toilette dann auch so ein wenig geheimnisvoll: Wir wissen nicht genau, wie die "Blumen der Zukunft" aussehen und riechen. Deshalb können wir uns hier nur auf das verlassen, was wir wahrnehmen.

"cyber garden" ist genau so schwer zu beschreiben, wie es schwer ist, sich vorzustellen, wie Grüner Äther, Vynil Akkord und Hybrid Moos wohl riechen mögen. Für mich dominiert auf jeden Fall dieses intensive Frische-Gefühl, so rein und klar wie ein Sommer-Morgen, das mich am ehesten an Zitrone erinnert, aber dann doch wieder an Elemente, die ich nicht benennen kann. In so fern ist "cyber garden" auf jeden Fall ein neuartiger Duft, den jeder für sich interpretieren kann ... Modern und anders auf jeden Fall, sehr frisch und zitronig, und ein wenig fremdartig, weil wir ja nicht alles wissen ... und so soll es im "cyber garden" sicher auch sein ...

c) M.

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Nächste Rezensionen:

Kommende Rezensionen

Gerade in Arbeit:

Verhängnisvolle Sehnsucht

Du wirst tun, was ich will: Hypnose-Techniken für den Alltag

- erledigt - siehe "Rezensionen" -

Atempausen für die Seele (HERDER spektrum)

- erledigt - siehe "Rezensionen" -

update 9.12.2013

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Dampfbügeleisen DYNAMIC-i-POWER von Beem

Dieses Dampfbügeleisen "Dynamic i-Power" besticht sofort auf Anhieb durch sein stylisches Aussehen. "Violett-metallic" ist richtig cool und macht das Bügeleisen sofort zu einem Eyecatcher. Schließlich macht es viel mehr Spaß, ein Gerät in die Hand zu nehmen, das optisch gut ausschaut, wenn man damit schon eine teilweise ungeliebte Arbeit verrichten muss ...

Aber das Dynamic i-Power besicht nicht nur durch sein sehr modernes, knalliges Aussehen. Dieses Dampfbügeleisen kann durchaus auch beachtliche innere Werte aufweisen.

Was Energie sparen anbelangt, sind wir nun auch beim Bügeleisen angekommen. Und das ist nicht nur sehr gut, sondern auch im Sinne der Umwelt! Und diesen ökologischen Gedanken sollte man heutzutage einfach nicht mehr außer Acht lassen. Und Beem hat das ganz offenbar beherzigt und dieses Bügeleisen mit einer innovativen Energiespartechnik ausgestartet. Dafür ein großes Lob!

Das Bügeleisen besitzt eine "Touch-Tensor Automatik"! Das bedeutet: Wenn man bügelt und das Bügeleisen anschließend abstellt und loslässt, dann schaltet es sich aus. Nimmt man es wieder in die Hand, also berührt den Griff, dann schaltet es sich wieder an! Einfach großartig diese Funktion!

Sehr gespannt war ich, ob und wie genau das funktioniert. Ganz einfache Antwort: Es funktioniert! Und zwar ganz fantastisch. Natürlich dauert es ein klitzekleines Weilchen, ehe sich das Bügeleisen wieder anschaltet, aber während der Bewegung, in der man das Bügeleisen nimmt und zum Bügelgut bewegt und aufsetzt, schaltet es sich an. Und frau kann sofort drauf los bügeln ...

Die Bügeleigenschaften sind auch auffallend anders und modern, als bei vergleichbaren, älteren Modellen. Ich wusste nicht, dass sich in Sachen Bügeleisen-Technik so viel zum Positiven geändert hat. Vermutlich haben wir das auch dem German Engineering zu verdanken; bei einer deutschen Firma.

Das Bügeleisen wird nicht so heiß, wie man das von älteren bzw. anderen Geräten gewohnt ist. Das ist zunächst sehr ungewohnt, aber das Bügeleisen verrichtet trotzdem ganze Arbeit. Das Bügelergebnis ist bestens und die zu bügelnden Sachen werden dadurch auch noch geschont.

Besonders hervorzuheben und positiv ist auch noch die Spitze des Bügeleisens. Damit kommt man wirklich in die kleinsten Ecken und z.B. auch zwischen Knopfleisten etc.. Das Bügeln ist dadurch noch viel exakter möglich.

Das i-Power von Beem ist zwar verhältnismäßig schwer, trotzdem absolut handlich.

Auszusetzen gibt es am diesem Dampfbügler absolut nichts. Deshalb aus meiner Sicht zu 100 % empfehlenswert!

c) M.

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Atempausen für die Seele von Pierre Stutz - HERDER

 

Es gibt spirituelle Ratgeber, die machen geradezu aggressiv! Erzielen also genau das Gegenteil von dem, was sie erreichen wollen! Aber wenn wir nur lesen, was wir tun MÜSSEN, damit wir glücklich werden und was wir auf keinen Fall tun dürfen, weil wir sonst unglücklich werden und so weiter, dann kann sich ein ganz schöner Frust aufbauen. Es gelingt eben nicht immer, das zu tun oder zu denken, damit wir innerlich ausgeglichen sind ...

Und genau das versteht Pierre Stutz! Er nimmt uns mit auf eine Reise durch das Leben. Es gibt Höhen und Tiefen, es gibt glückliche und traurige Momente, es gibt den Alltag, der uns all' zu oft -im wahrsten Sinne des Wortes- den Atem raubt. Und bei all' dem nimmt uns Piere Stutz mit seinem Buch "Atempausen für die Seele" wahrlich friedvoll an die Hand und sagt uns: Bleib' doch einfach mal stehen und atme tief durch!

"Atempausen für die Seele" ist wie ein kurzer Wellness-Urlaub. Sanft. Entspannend. Erholsam. Beruhigend und erfrischend zugleich. Und wir kommen zur Ruhe und fühlen uns gleichzeitig bestärkt. Wir halten einfach mal inne! Und ziehen genau daraus wieder neue Kraft.

Das alles wissen wir zwar. Wir wissen, dass unser Leben zu hektisch ist, dass wir uns öfter eine Auszeit gönnen sollten. Wir wissen, dass es gut tut, zwischendrin mal inne zu halten, tief ein- und auszuatmen. Aber wir tun es meist nicht. Und hier erinnert uns der Autor auf sehr sanfte Weise einfach daran, dass wir es doch tun sollen und versichert uns, dass es uns gut tun wird. Und das ist auch der Fall ...

Das Buch ist pragmatisch in Kategorien unterteilt. Das ermöglicht uns, es einfach mal in einer bestimmten Situation, in der wir eine kleine geistige Hilfestellung nötig haben, in die Hand zu nehmen und das entsprechende Kapitel aufzuschlagen. Wir müssen nicht alles lesen, sondern können gezielt das für uns Wichtige herauspicken.

"Atempausen für die Seele" ist unterteilt in:

1. Meine persönliche Tagesgestaltung

2. Innehalten am Arbeitsplatz

3. Freie Zeit in der Freizeit!

4. Umgang mit meinen Schattenseiten

5. Von Herz zu Herz

6. In Trauer und Krisenzeiten

7. Gesegnetes Aufatmen

Der Autor bietet uns in jedem Kapitel nützliche, spirituelle Gedanken an. Er erklärt dabei sachlich und gefühlvoll zugleich und erzählt von sich selbst ... "Atempausen für die Seele" von Pierre Stutz - dieses Buch ist für mich so wohltuend und gleichzeitig selbstverständlich, wie die wärmende Morgensonne ...

c) M.

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DVD " THE KILLING FLOOR "

 

Wider Erwarten fand ich "THE KILLING FLOOR" richtig sehenswert. Wenn es im Herbst/Winter draußen duster und kalt ist, dann ist dieser Film genau das Richtige, um sich mit einem heißen Tee aufs Sofa zu chillen, sich zu gruseln und das einzigartige Ambiente dieses Films zu genießen. Wer sich vorher noch nach einer „Traum-Immobilie“ gesehnt hat, wird vielleicht nach „The Killing Floor“ ein für allemal in einer kleinen, überschaubaren Wohnung zufrieden sein …

Der hübsche Marc Blucas spielt hier die Hauptrolle. Und nachdem ich den ganzen Film gesehen habe, dachte ich mir, dass ich ihn gerne viel öfter in einer Hauptrolle sehen würde! Ein großer, junger, sportlicher, gut aussehender Typ, den viele vielleicht von "Buffy" kennen ...

Hier spielt er David, einen kühlen, aber überaus attraktiven Geschäftsmann. Er verdient sein Geld als Literaturagent. Und das nicht zu knapp ... "Machen Sie mich neugierig ..." sagt er Autoren, die ihm ein Manuskript anbieten ... David ist auf der Suche nach einer neuen Bleibe und findet diese im eben mal 2.000 qm großen Apartment in Manhattan! In dieser großartigen (im wahrsten Sinne des Wortes!) Location spielt sich dann auch ziemlich viel ab. Aber diese Wohnung ist einfach auch ein absoluter Hingucker. Deshalb ist dieser Film auf jeden Fall etwas für "Ambiente-Fans" - wie mich! Ein Horror-Thriller kommt einfach am besten rüber und wirkt noch mehr, wenn er in einer fantastischen, mystischen Umgebung spielt.

Und hier haben wir es nicht nur mit Mystik zu tun, sondern mit einem wunderbar geheimnisvollen Umfeld. Die Wohnung ist aber trotzdem modern - mit Swimmingpool am Dach und Dampfbad im Badezimmer, daneben antike Möbel und dazwischen das Macbook! Großartige Stimmung wird hier aufgebaut. Und das hat der Film nicht nur dem umwerfenden Marc zu verdanken, auch dieser Wohnung, die das gewisse Etwas hat und edel und abtrünnig zugleich ist.

David freundet sich ziemlich schnell mit seiner hübschen Nachbarin an und beginnt mit ihr eine Affäre. Zeitgleich spielt hier seine Sekretärin Rebecca eine Rolle. Was hat es mit ihr auf sich? Sie spielt eine Schlüsselrolle. Aber welche?

Rebecca legt David ein Manuskript vor und bittet ihn, es zu lesen. Sie hat es geschrieben.

Eines Abends sitzt er in seiner spektakulären Wohnung, will das Manuskript lesen, aber es gefällt ihm nicht und er legt es beiseite. Was wohl darin stand?

Rebecca bleibt die geheimnisvolle Figur in "The Killing Floor". Und David verändert sich zusehens. Er hat das Gefühl, dass er beobachtet wird. Schon bald fühlt er sich in seiner "Traum-Wohnung" nicht mehr wohl. Wer beobachtet ihn? Und warum?

Plötzlich steht der Sohn des Vorbesitzers der Wohnung vor der Tür und erhebt Ansprüche auf die Wohnung ... Aber David will die Wohnung nicht aufgeben. Auf einmal lässt ihm jemand geheimnisvolle, blutige Fotos eines Mordes zukommen. Aber wer? Und warum? Es handelt sich hier um einen Low-Budget-Film mit wenig bekannten Schauspielern, bis auf Marc Blucas. Viel habe ich da nicht erwartet. Und wurde eines Besseren belehrt ... Marc Blucas spielt den zunächst ziemlich arrogant wirkenden und dann langsam paranoid werdenden David einfach bestens. Ich könnte mir gerade keinen anderen in der Rolle vorstellen. Und der zentrale Ort des Films, diese gigantische, einzigartige Wohnung mit dem mystischen Charakter und trotzdem modernen Touch, war die beste Wahl überhaupt."The Killing Floor" ist ein klassischer Thriller, der mit den Ängsten und Hoffnungen der Menschen spielt. Nicht philosophisch tiefgründig, sondern solide und bodenständig. Sicherlich zeichnet sich zum Schluss hin langsam ab, worum es geht. Aber auch genau dieses subtil Vorhersehbare, ohne doch wirklich zu wissen, was am Ende passiert, macht einen guten Klassiker in diesem Genre aus. Ebenso die bekannten Elemente des Gruselns und Gänsehaut habens. So soll es sein. "The Killing Floor" ist der passende Film für Ambiente-Liebhaber. Die Location hier ist Atem raubend. Und für Fans des klassischen Thrillers ... Danke, gut gemacht!

c) M.

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DVD "HOUSE AT THE END OF THE STREET"

 

Die reizende Jennifer Lawrence, die hier die 17 jährige Elissa spielt, zieht mit ihrer Mutter Sarah, gespielt von der bezaubernden Elisabeth Shue, in ein Traumhaus in einer typischen amerikanischen Kleinstadt. Das Haus ist für Sarah nur deshalb erschwinglich, weil es schwer an den Mann zu bringen ist. Im Nebenhaus wurde einst ein schauriger Mord verübt: Die Tochter ersticht eines Nachts sowohl Mutter und Vater. Jeder gruselt sich und will nicht in der Nähe dieses Hauses sein.

Für Sarah und Elissa kein Problem - scheinbar! Während die Mutter ihrem neuen Job als Ärztin nachgeht, versucht Elissa sich in der neuen Highschool zu Recht zu finden. Sie trifft hier auf das, was man sich so vorstellt: Einen Jungen, der sich in sie verliebt, aber sie will nichts von ihm. Zickende Mitschülerinnen. Klassisches Highschool-Leben eben.

Aber Elissa ist schließlich ein neugieriges, junges Mädchen und begibt sich einfach mal in die Nähe des Sagen umwobenen Nachbarhauses. Dort trifft sie auf den schüchternen Ryan. Er ist der Sohn der ermordeten Eltern und wohnt ganz alleine in dem heruntergekommenen Haus.

Es kommt, wie es kommen muss. Elissa ist angetan von der scheuen und geheimnisvollen Art des zurück gezogen lebenden Ryan. Und die Geschichte nimmt ihren Lauf ...

"House at the End of the Street" ist kein blutrünstiger Teenie-Horrorstreifen, sondern eher ein moderner Schocker. Hier wird sowohl mit klassischen Überraschungselementen, als auch mit gekonnter Kameraführung und vor allem mit stimmungsgebender Hintergrundmusik gearbeitet. Jennifer Lawrence übernimmt hier die Hauptrolle; wie immer füllt sie ihre Rolle mit Leben und Charisma.

Hitchcock, vermute ich jetzt einfach mal, hätte an diesem Streifen seine Freude! Natürlich überlegen wir uns bei so einem Thriller gleich, wer denn nun der Übeltäter ist und was derjenige wohl alles zu verbergen, wie viele Leichen er wohl im Keller hat. Die "Verrückten" sind halt immer die interessanten Charaktere. Und hier haben wir den rätselhaften, jungen Ryan. Nur Häppchenweise können wir hier erahnen, was ihn zu dem gemacht hat, was er ist und was sich in seiner Vergangenheit abgespielt hat …

Der Film gibt gekonnt nur immer ein paar Brocken preis, aus denen man sich als Zuschauer dann ein Konstrukt baut. Das fällt aber, wenn der nächste Überraschungsmoment kommt, schnell wieder in sich zusammen. Und wir müssen uns neue Fäden suchen, an denen wir ziehen können.

"House at the End of the Street" gibt sehr geschickt immer ein bisschen preis und schnell glauben wir, den Bösewicht ertappt zu haben. Und dann kommt am Ende doch alles ganz anders. So, wie es sich für einen guten Thriller gehört! Und bis zum Schluss erfahren wir hier die Wahrheit nicht. Der Film hat aber ein Ende, das zum Glück nichts offen, uns nicht im Regen stehen lässt ...

"House at the End of the Street" ist ein sehr moderner Thriller, der gekonnt alle Elemente des Genres einsetzt. Hier und da zucken wir zusammen, gruseln uns, erschaudern und fürchten mit der mutigen Elissa. Getragen wird der Film von großartigen Schauspielern, überraschenden Gänsehaut-Szenen und einer finsteren Kulisse. Sehr gut gemacht und absolut sehenswert!

 

c) M.

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DVD "UP IN THE AIR"

 

 

Ach ja ... Ich schätze mal, dass viele weibliche Clooney-Fans ihren Schwarm genau so gerne hätten: Single, bereit, gut aussehend, in der Hotelbar Whiskey trinkend, smart, verführerisch eben ...

Clooney spielt hier den Vielflieger Ryan, der eigentlich überall und nirgends zuhause ist. Stets ist er unterwegs, pausenlos fliegt er von A nach B, Hotelzimmer und Flugzeuge sind sein Zuhause. Und er liebt auch genau dieses Leben: Immer on tour, unabhängig. Aber den Job, den er ausübt, liebt er nur halbherzig: Er muss Mitarbeitern kündigen. Dabei erlebt er Dramen, Tränen, Unglück und Kummer. Das macht nur selten Spaß. Aber er erledigt seinen Job mit 100 %iger Professionalität und kehrt schließlicht zurück in sein Hotelzimmer und fliegt am nächsten Morgen weiter in eine andere Stadt ...

Wäre da nicht dieser teilweise tragische Job, dann wäre das Leben von Ryan wirklich luxuriös und traumhaft. Aber er ist davon überzeugt, dass, wenn er nicht den Leuten kündigen würde, es eben sowieso jemand anders tut. Ryan mag genau dieses Leben und kann sich für sich selbst überhaupt nichts anderes vorstellen. Sein Zuhause ist die Welt, sein Credo lautet Unabhängigkeit.

Als er dann auch noch, des Abends in einer Hotelbar, die toughe Alex trifft, die ein ähnliches Leben wie er führt, scheint sein Leben noch perfekter. Die beiden treffen sich dann, nach Abgleichung ihrer Termine, irgendwo in irgendeinem Hotelzimmer in Amerika - und haben Spaß! Das -scheinbar- perfekte Leben für beide!

Die Frage ist: Wie geht's dann weiter? Und kann es so immer weiter gehen: Beide tingeln durch die Welt und treffen sich hin und wieder mal für ein kleines Stelldichein? Schauen wir mal ...

Der Film verändert seine Stimmung, als Ryan erfährt, dass sein Job, so, wie er ist, abgeschafft werden soll und die Kündigungen ab sofort nur noch vom Büro aus via Computer erledigt werden sollen. Dadurch würde sich für Ryan alles ändern. Will er das? Oder ist das vielleicht sogar die bessere Variante?

Eine junge Kollegin bringt einerseits frischen Wind in das Berufsleben von Ryan, anderseits prallen hier auch zwei Generationen aufeinander ...

"Up in the Air" erzählt von Einsamkeit, Zweisamkeit, von Hoffnungen, Wünschen, Begebenheiten, von harten Jobs, Generationskonflikten, Gefühlen und Veränderungen. Es ist nicht immer klar, was jeder nun wirklich will und was genau das Glück des Einzelnen ist. Ist Ryan wirklich dieser aalglatte Geschäftsmann, der lieber im Hotelzimmer, als in seinem ungemütlichen Appartement schläft?

Ein stimmungsvoller Film, der Raum für sehr viel eigene Interpretation lässt. Am Ende verlangt er von uns das Nachdenken über unser Leben, das Überdenken von Ansprüchen, Bewertungen von Lebenssituationen und am Ende das Erkennen, dass niemand aus seiner Haut kann ...

c) M.

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