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ANIS MOHAMED YOUSSEF FERCHICHI - AUCH WIR SIND DEUTSCHLAND - riva

Anis Mohamed Youssef Ferchichi - vor dir zieh' ich meinen Hut!

 

In einer Zeit, in der die wenigsten Menschen sich gerne das braune Mäntelchen der Ausländerfeindlichkeit anziehen, sind sie, wenn es um einen wie Bushido geht, dann doch ganz genau das: Ausländerfeindlich! Anis Mohamed Youssef Ferchichi, alias Bushido, entspricht voll dem Kanaken-Phänotyp vieler Menschen. Allen voran vorlaute "C-Promis", Möchtegern-Models und pseudotolerante Bands. Ach so, nicht zu vergessen natürlich die selbst ernannten Intellektuellen. Die machen als erster die Schublade auf ...

 

Jemand wie Bushido ist gebrandmarkt. Für viele Menschen bedeutet das: (unterste) Schublade auf, Bushido reinstecken, Schublade zu. Und am besten noch einmal kräftig oben drauf gehauen. Und wann immer sich der böse Bushido in der Schublade traut, sich zu melden, wird noch mal kräftig oben drauf gehauen. Er soll den Mund halten, dieser freche Araber ...

 

Tolerant wollen wir sein. Aber irgendwie klappt das nicht so recht, wenn wir jemanden wie Bushido vor uns haben: Schwarze Haare, schwarze Augen, braune Haut, fetten, mattschwarzen AMG-Benz am Start, verdient sein Geld -natürlich!- mit Rap (was sollten "solche" auch sonst machen, außer am Döner-Stand stehen oder Gemüsehändler werden?) und -man weiß es nicht- allerhand dubiose Geschäfte am laufen (oder was reden die Kanaken sonst die ganze Nacht im Café?). Munkelt man zumindest. Aber was sollte so ein Muselmann denn schließlich sonst tun?

Ohne, dass man sich mit einem besonderen Nationalitäten-Stammbaum, wie dem von Bushido, auseinandersetzt, wird jemand wie er einfach mal gleich abgewatscht. Und da hat er noch gar nicht viel gemacht. Einfach wie er aussieht, was er sagt, wie er pöbelt, wie er sich gibt, wie er rappt ... Typisch Kanake eben!

 

Und dann schreibt er auch noch ein Buch! Was haben wir von einem Rapper eigentlich für einen Schreibstil erwartet? Super intellektuell, geschliffene hochdeutsche Sprache? Nein, Anis schreibt hier genau so wie er spricht. Gut so! Straßen-Sprache, Ghetto-Worte ...

 

Wer glaubt, Bushido ist dumm, der hat sich einfach nicht ausreichend mit ihm beschäftigt. Anis weiß über viele, viele Themen Bescheid. Da könnte sich so manch' anderer eine Scheibe davon abschneiden. Und wenn man ihm den Vorwurf des Homo-Haters macht, dann sollte man bitteschön mal in sein Buch rein lesen. Dort erklärt er mit seinen ganz eigenen Worten, wie schwierig diese Gratwanderung ist zwischen Religion und dem Tolerantsein wollen. Und er erzählt noch viel mehr. Lässt uns an seinem besonderen Leben teilhaben und referiert über arabische Großfamilien, Bundesbürger mit Migrationshintergrund, erzählt von Freunden und einfach von seinem Umfeld, macht sich Gedanken über die Gesellschaft, die Migrationsdebatte, über den Koran im Alltag, den Mythos Großfamilie und, und, und... und hey, doof ist was anderes ... Für mich total interessant zu lesen, wie anders eben arabisches Leben in Deutschland ist und wie schwer, hier einen Konsens zu finden.

 

Typen wie Bushido gibt es doch zuhauf in Deutschland: Deutsche Mutter, arabischer Vater, selbst in Deutschland geboren. Aber von der Gesellschaft bekommt er den Stempel "Ausländer". Wie kommen wir nur dazu, immer noch solche Urteile zu fällen? Was fällt uns ein, über Menschen zu urteilen, nur weil sie unserem Phänotyp des Verbrechers entsprechen? Gelinde ausgedrückt sind alle die, die Bushido so gern an den Karren fahren wollen, kein bisschen besser. Sie reißen das Maul auf wie er, halten sich aber für die Guten ...

 

Ich bewundere Bushido dafür, dass er immer wieder aufsteht, obwohl man ständig auf ihn draufhaut. Ich bewundere Bushido dafür, dass er nicht aufgibt, sondern immer weiter macht. Ich bewundere Bushido dafür, dass er sich nicht unter kriegen lässt, obwohl ihm ständig Steine in den Weg gelegt werden.

 

Vielleicht sollten all' die Hater mal für ein paar Tage in eine braune Haut schlüpfen, mit schwarzen Haaren auf'm Kopf und arabischem Aussehen ... Vielleicht könnten sie sich dann ein wenig mehr in jemanden wie Bushido hineindenken.

 

Wenn ihm ständig zur Last gelegt wird, dass er in seinen Liedern "böse" ist, sollten wir endlich mal anfangen, Rap als Kunst zu sehen. Oder warum haben wir Songtexte von Rammstein, wie "Ich tu dir weh" mit "Ich führ' dir Nagetiere ein" oder einen Kannibalen-Song ("heute treff' ich einen Herrn, der hat mich zum Fressen gern" ) etc. längst als Kunst begriffen, harte Raptexte aber nicht?! Rap ist die Musik der Straße, der Getretenen, der Ghetto-Kids. Würden wir von dieser Musik ein Carmina-Burana-Niveau erwarten, haben wir nix von Musik verstanden.

 

Deshalb stellt sich für mich nicht die Frage, ob Anis Mohamed Youssef Ferchichi's Buch gut oder schlecht ist. Selbstverständlich ist es gut! Es stellt sich vielmehr die Frage: Wer wird es lesen? Die Schubladen-Denker, blonde Promischmücker (sorry Frau du Mont - für die goldene Klobrille haben sie sicherlich selbst Verwendung! Und man sollte nicht über etwas reden, das man nicht versteht) und klar, Rosenstolz, (NUR ihr habt den Bambi verdient und NUR ihr entscheidet, wer ihn verdient hat, denn ihr seid die Guten, klar) werden das Buch nicht mal geschenkt lesen. Denn sie haben ihre Schublade, in die sie Bushido gesteckt haben, längst zugesperrt und den Schlüssel weg geworfen. Denn sich mit jemanden intensiv zu beschäftigen, der vermutlich der beste deutsche Rapper ist, der aus'm Ghetto kommt und trotzdem die beste Mama der Welt hatte, der die braune Haut von seinem Vater und das Macho-Gehabe vielleicht genetisch hat, der einfach nicht dem deutschen Klischee entspricht, macht ja viel zu viel Mühe. Dann bleibt mal schön in eurer scheinliberalen Blase.

 

Denn genau das geben viele vor zu sein: liberal und tolerant! Aha ... Und diese guten Vorsätze enden bei jemanden wie Bushido, weil er dem Kanaken-Klischee entspricht?

 

Ich schäme mich für die intoleranten Deutschen fremd. Ich schäme mich auch für die fremd, die auf "Gutmensch" machen und doch die schlimmsten sind. Ich ziehe nicht meinen Hut vor dummen Blondchen und pseudo-toleranten Bands. Ich ziehe meinen Hut vor einem Mann, der immer wieder aufsteht, der gegen alle Widerstände kämpft, der den Mut zum Weitermachen hat, nie aufgibt, Bücher schreibt, die die Leute, die sie lesen sollten, leider nicht lesen und der den besten deutschen Rap macht. Eben weil er ist, wie er ist. Chapeau Anis Mohamed Youssef Ferchichi.

 

Und mit seinem Gedankengut möchte ich auch enden. Würde das eine grüne Politikerin sagen, würde sie beklatscht werden. Würde das ein intellektueller Menschenrechtler sagen, dann bekäme er Zustimmung. Für ein FDP-Mitglied praktisch normales Denken: Bushido stellt sich einen coolen Deutschen" vor: Dem ist es nämlich egal, ob die Eltern des genialen Maschinenbaustudenten von der TU München aus dem Libanon oder aus Deutschland kommen ...

 

Ja, auch meine Vorstellung eines coolen Deutschen. Mögen sie irgendwann cool sein ... Bis dahin, Bushido, ich verneige mich!

c) M.

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NBM BDC Extreme Lash Booster XXL

Von so einem Produkt sollte man sich keine Wunder erwarten, auch wenn es viel verspricht. So bewirbt sich der Extreme Lash Booster XXL z.B. selbst: "Wimpernverlängerungsserum für einen einzigartigen
Augenaufschlag mit langen und voluminösen Wimpern! Schon nach 4-6 Wochen erhalten Sie ein verblüffendes Ergebnis."

Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie so ein Serum die Wimpern voluminös und lang machen soll! Aber das ist Werbung!

Dafür darf man schon einige Ansprüche an so ein Produkt haben, das ja auch nicht so ganz günstig ist und das eben so viel verspricht.

Eine spezielle Wirkstoffrezeptur soll die Förderung der Keratinbildung in der Haarwurzel ermöglichen und so die Verankerung des Haares stärken.

Über die Langzeitanwendung kann ich erst in ca. zwei Wochen berichten. Aber was ich jetzt - nach 2 Wochen Anwendung - sagen kann, ist, dass sich die Wimpern auf jeden Fall schon ein bisschen fester und gleichzeitig geschmeidiger anfühlen und auch irgendwie mehr Dichte haben. So zumindest mein Eindruck!

Das Gel trägt man direkt auf dem Wimpernrand wie einen Kajal auf. Anfangs, wenn etwas Gel in die Augen "sickerte", brannte es ein wenig. Aber nach ein paar Tagen Durchhalten war das dann auch kein Problem mehr.

Deshalb bin ich jetzt schon sehr gespannt, wie es mit dem Wimpernwachstumsgel weiter geht. Da ich schon eine leichte "Verbesserung" meiner Wimpern feststellen kann, mache ich auch weiter. Die Natur hat mich leider nicht mit langen, dichten Wimpern beglückt. Deshalb ist so ein Serum für mich natürlich reizvoll.

Ich denke, das Wimpernserum ist auch eher als quasi "Basis" für weitere "Wimpern-Aktionen" gedacht.

So steht auf der Verpackung: "Kräftige, gesunde Naturwimpern bilden die optimale Basis für dauerhafte Wimpernextensions." Das deutet für mich einfach drauf hin, dass das Serum die Wimpern einfach für anschließende Behandlungen kräftigen soll ...

Zum momentanen Zeitpunkt bin ich sehr zufrieden, wie sich die Wimpern in einigen Wochen verändert haben, darauf bin ich gespannt und werde berichten ...

c) M.

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Der Autor von "Crystal Meth: Wie eine Droge unser Land überschwemmt" weiß, wovon er spricht. Er war Leitender Oberarzt der Abteilung für Klinische Suchtmedizin und leitete über viele Jahre ein Therapiezentrum für Abhängige.

 

Das Buch macht wirklich betroffen! Normalerweise weiß man nicht, dass die zerstörerische Droge "Crystal Meth" auch in Deutschland schon so verbreitet ist. Vor allem in Ostsachsen. Denn das höllische Gift kommt aus Tschechien. Deshalb hat es sich zuerst in Sachsen verbreitet.

 

Aber Crystal Meth ist im Grunde keine neue Droge, sie erlebt nur seit einigen Jahren ein grausiges Revival! Schon im Zweiten Weltkrieg gab es eine Frühform von Crystal Meth. Die Soldaten hätten ohne diese Droge die Belastungen des Krieges vermutlich nicht durchgehalten. Pervitin hieß das Mittel, das die Soldaten Gewaltmärsche, Hitze, Kälte und die alltäglichen Gewaltexzesse überstehen ließ. Zitat aus dem Buch: "Im Grunde zog Nazideutschland also mit einem Heer von Junkies durch Europa." Eine unglaubliche Vorstellung!

 

Quasi wieder entdeckt wurde Pervitin von dem Tschechen Pavel Gregor. Damit begann die fürchterliche Teufelsspirale, die Crystal Meth wieder nach Deutschland brachte.

 

Aber nicht nur hierzulande ist "Crystal" ein Übel, auch in Amerika ist das Rauschmittel weiter verbreitet. Auch wenn Crsytal eher als die Droge für Arme gilt, so wird sie in USA auch von vielen Stars konsumiert.

 

Erschreckend auch die Tatsache, dass die Droge auch in den 60er Jahren von berühmten Amerikanern konsumiert wurde. Unter anderem soll auch John F. Kennedy ein Crystal-Süchtiger gewesen sein.

Und in der Neuzeit verbreitet sich Crystal mehr und mehr. Die Droge zerstört sukzessive den Körper und hat verheerende Folgen für Körper und Geist.

 

Der Autor bietet in seinem Buch quasi einen geschichtlichen Überblick über den "Werdegang" der Droge, zeigt auf, wie sie wirkt und wo sie am häufigsten konsumiert wird. So erschreckend dieses Crystal-Szenario ist, so fassungslos habe ich Seite für Seite gelesen und eine Wut auf Crystal-Köche bekommen ...

 

Unterbrochen wird der fachliche, empirische Teil durch verschiedene Berichte von "Druffis" ... So nennen sich die Meth-Süchtigen in Ost-Sachsen. Am berührendsten ist die Schilderung von Mara. Sie erzählt genau, wie sie süchtig wurde und auch, wie die Droge wirkt und wie ihr Alltag als "Druffi" aussah. Erschütternd ... Ebenso die Berichte der anderen Süchtigen ...

 

Würde es so eine veheerende Droge nicht geben, gäbe es auch die Druffis nicht. Schuld sind die Meth-Köche. Gegen sie muss mit aller Macht vorgegangen werden, bevor es noch mehr Süchtige gibt. Der Autor erklärt in seinem Buch auch, wie Deutschland gegen Crystal Meth vorgeht. Ich wünsche den Fandern, dass sie viele, viele Meth-Küchen entdecken. Und den Meth-Köchen wünsche ich eine Explosion ihrer Küchen!

 

Das Buch hat mich wirklich erschüttert ... eine solche schlummernde Gefahr, von der wir nur die Spitze des Eisberges sehen, ist das Schlimmste, was einer Gesellschaft passieren kann ...

 

Deshalb ist diese Lektüre so wichtig. Leute, die sich mit dem Gedanken tragen, Crystal einmal zu probieren, kann es definitiv abschrecken. Die Wirkung und die Hochs und Tiefs werden in dem Buch sehr anschaulich erklärt und vor allem die zerstörerische Kraft dieser kristallenen Droge ...

 

c) M.

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