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Geniale Verknüpfung von Gay-Literatur und Krimi! - CUT ! JUAN SANTIAGO

Also, aus meiner Sicht ist CUT ! eine ganz besondere Lektüre!

 

Zum einen haben wir hier eine wirklich heiße Gay-Story. Zum anderen ist die Geschichte ein Thriller. Und diese Verknüpfung von zwei Genres habe ich persönlich so noch nicht gelesen. Deshalb war CUT ! ein außergewöhnliches Lesevergnügen.

 

Gut, den Schreibstil muss man mögen. Der Autor verwendet ziemlich viel und ziemlich oft die wörtliche Rede. Auch das war für mich ungewohnt. Aber auch interessant und lebhaft. Denn durch die wörtliche Rede fühlt man sich irgendwann, als wäre man selbst in der Geschichte Schön wär's, denn ...

 

Ein Rudel schwuler Männer tummelt sich hier in einem alten, großen Haus. Es wird ein Porno produziert! Und da geht's dann auch richtig zur Sache.

 

Gay-Literatur gibt es viele, sehr viele! Oft ist sie zu vulgär. Das ist bei CUT ! erfreulicherweise definitiv nicht der Fall. Juan Santiago versteht zu schreiben. Er schreibt mit Liebe, mit Lust, mit Leidenschaft, auch mit einer Prise Süffisanz und Augenzwinkern. Und das ist gut so!

 

Und - ganz wichtig - : Er ist ein Mann und schreibt als solcher! Das merkt man dem Buch einfach an. Es ist bei aller Skurrilität authentisch. Denn wenn Frauen Gay-Literatur schreiben, dann zeigt sich meist schnell das bloße Erdachte. Man erkennt bei weiblichen Gay-Autoren, dass sie eben nur aus der Fantasie heraus schreiben.

 

Bei CUT ! ist das zum Glück anders. Und deshalb macht es auch so viel Freude, das Buch zu lesen.

 

Denn es wäre ja zu schön, um wahr zu sein, wenn es "nur" um eine Porno-Produktion gehen würde. Es geht auch um Mord! Denn leider werden die Männer immer wieder bei ihrem Dreh gestört. Mysteriöse "Unfälle" häufen sich. Und es wird bald klar, dass es sich wohl kaum um unglückliche Unfälle handelt ...

 

CUT ! zeichnet sich durch den besonderen Schreibstil aus. Also viel wörtliche Rede. Das macht das Buch lebendig. Aber natürlich muss man das auch mögen. Und die Gay-Erotik wird hier mit einem saftigen Thriller verknüpft. Gelungener Schachzug!

c) M.

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Vervollständige die Funktion ...

 Ein Buch, das amüsiert. Und nicht nur das. Es zeigt uns, wie genial Kinder und Jugendliche manchmal antworten können. Kindermund tut Wahrheit kund ... ... und Jugendliche sind sehr gewitzt, wenn es darum geht, eine launige Antwort auf eine "dämliche" Frage zu geben. Wir müssen sie nur lassen ... und: Wir haben die Möglichkeit, uns auf die lustige, jugendliche Schlagfertigkeit einzulassen. Wenn wir das tun, entdecken wir wahre Genialität. Und nicht rotzige Frechheit, wie vielleicht einige Lehrer vermuten mögen. Kinder und Jugendliche sind genial in ihren Gedankengängen, wenn wir nicht auf erwachsene Antworten pochen.   

 

Zum Glück hat das eine Pädagogin erkannt und "über 222 genial schlagfertige Antworten auf nervige Prüfungsfragen" nieder geschrieben ... Zu unser aller Erheiterung ...

 

Also, ich finde es genial, wenn ein Kind auf folgende mathematische Frage:

 

"Susi kann in einer Stunde drei Armbänder knüpfen. Andrea schafft in derselben Zeit fünf. In einer Woche hat Susi sechs Stunden Armbänder geknüpft und Andrea drei Stunden. Was ergibt das?"

 

antwortet: "Kinderarbeit!"

 

Auf die Frage aus der Chemie: "Wie gewinnt man Rapsöl?", antwortet z.B. ein genialer "Kindskopf":

"Sie gehen am besten zum Supermarkt ihres Vertrauens. Mit ein wenig Glück sind sie ein Jubiläumskunde, gewinnen den Einkauf und somit das Rapsöl!"

 

Geradezu philosophisch auch die - gar nicht kindliche - Antwort auf die religiöse Frage:

 

"Nenne mindestens drei Beispiele für andere Religionen außer dem Christentum!"

 

Antwort:

 

1. Die dunkle Seite der Macht

2. Essen

3. S*x

 

Kein Lehrer sollte einem Schüler gram sein, wenn er solch' durchdachte jugendliche Antworten liest.

 

Und zum Glück gibt es mittlerweile neue Erkenntnisse: Der Beweis dafür, dass Schüler mit schlechten Noten es später zu nichts bringen oder gar dumm sind, ist schon lange widerlegt!

 

Ein Hoch auf geniale Schülerantworten! Schließlich sind die Schüler von heute die Gesellschaft von morgen. Und die soll bitteschön schlagfertig und intelligent, individuell und gescheit sein. Mit solch‘ gewitzten und schlagfertigen Nachkommen mach‘ ich mir da gar keine Sorgen … Danke Kinder!

 

c) M.

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Panasonic RP-HX 550 Street Kopfhörer

Der "RP-HX 550 Street Kopfhörer" von Panasonic hat mich positiv überrascht ...

 

Bislang war ich eigentlich sehr zufrieden mit meinen Sony Kopfhörern, die zwar ein bisschen mehr als der Panasonic kosten, dafür aber klangmäßig einfach überzeugend sind. Da kannte ich aber die Street Kopfhörer von Panasonic noch nicht!

 

Zunächst mal fällt natürlich auf, dass sie ziemlich fest auf dem Kopf sitzen. Der Bügel ist relativ groß und breit. Aber das sorgt natürlich für einen guten Halt. Gerade dann, wenn man outdoormäßig damit unterwegs ist. Die Ohrmuscheln sind auch extrem groß. Sie umschließen wirklich das ganze Ohr. Wobei das natürlich vom Ohr abhängt . Aber meine Ohren werden von den Ohrmuscheln wirklich komplett umschlossen. Eine Umstellung. Aber: Auf den intensiven Musikgenuss wirkt sich das positiv aus! So ist man einfach in der Musik noch mehr "drin", kriegt mehr mit, hört intensiver und vor allem hat die Musik so einfach deutlich mehr Volumen. Deshalb: Respekt, klingt gut!

 

Ich habe immer wieder beide Kopfhörer im direkten Vergleich ausprobiert: Die [[ASIN:B00F0CQJNA Sony MDR-10RCB faltbarer Kopfhörer (integrierte Fernbedienung mit Mikrofon, 100dB/mW) schwarz]] (wie gesagt etwas teurer) und diese Street Kopfhörer von Panasonic.

 

Herausgekommen ist für mich folgende Klangerfahrung: Bei den Sony Kopfhörern hört man vor allem die Bässe deutlicher. Überhaupt sind die Höhen und Bässe beim Sony irgendwie besser herausgearbeitet. Gerade z.B. bei hartem Rap oder bei krassem Metal macht sich das natürlich besser.

 

Aber: Die Panasonic sitzen zum einen deutlich besser am Kopf. Da rutscht nix, da wackelt nix. Und die großen Ohrmuscheln tragen einfach zu einem besseren Volumen bei. Dem intensiven Musik-Genuss steht hier nichts im Weg.

 

Deshalb: Zu dem Preis sind diese Kopfhörer ziemlich, ziemlich gut!

c) M.

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Was die Seele satt macht - Martina Tischer - Kreuz Verlag

 

Seelen-Nahrung …

 

Wir essen zu viel, zu fett, zu süß, zu salzig, zu hastig, zu schnell, zu kalorienreich, das Falsche, Fastfood, Fabriknahrung, bad Food, zu wenig Gemüse, zu wenig Obst, zu viel tote Nahrungsmittel ... und überhaupt ... Das setzt uns unter Druck!

 

Und egal, ob wir uns dessen nun bewusst sind, dann belastet es uns sowieso. Weil wir uns ja dann darüber im Klaren sind, wie verkehrt wir uns ernähren. Es ist belastend, zu wissen, dass man sich nicht wirklich gesund ernährt, aber halt für gesundes Essen irgendwie keine Zeit, kein Geld, keine Lust, keinen Plan und keine Muse hat ... Dann haben wir schnell Schuldgefühle, wenn wir uns abends - auf dem Sofa sitzend - die Tiefkühlpizza einverleiben und danach schlimmstenfalls noch eine Packung Chips und eine Tafel Schokolade! Und schwupp-di-wupp sind wir drin in der fatalen Ess-Spirale. Und so soll es doch eigentlich nun wirklich nicht sein ...

 

Und die anderen, denen das schnurzpiepegal ist, die gern Fast Food essen, Fertigprodukte, kalorienhaltige Getränke, gut schmeckenden Süßkram und Knabberzeugs, die von gesunder Ernährung zwar schon mal was gehört haben, aber die freiwillig keinen Apfel essen und in sich reinstopfen, was geht? Sind die weniger geplagt von Schuldgefühlen, als erste Kategorie?

 

Egal, welche Esser wir nun sind, irgendwie hat sich unser Essen problematisiert. Wir lesen pausenlos in Zeitschriften, was gesund und was ungesund ist, daneben dann verführerische Rezepte. Ja, was denn nun?

 

Und hier zeigt uns "Was die Seele satt macht" die Balance. Darum geht es, um Ausgewogenheit, und auch darum, dass wir essen, was uns gut tut. Keine strikte Diät, aber auch Achtsamkeit.

 

Frau Tischer setzt sich in ihrem Buch sehr, sehr stark nicht nur mit unseren Essgewohnheiten auseinander, sondern mit unserem Selbstwertgefühl im Allgemeinen. Psychologisch ist das Ganze und sehr lesenswert, wenngleich auch relativ intensiv, weil es einfach zum Thema "Essen" so viel zu sagen gibt. Die einen essen zu viel, die anderen zu wenig, die einen zu ungesund und die anderen denken zu viel über gesundes Essen nach.

 

Wenn wir unser Essen "ent-problematisieren" und wieder mit Lust und Laune und mit Achtsamkeit essen, dann können wir unsere Nahrung auch wieder genießen.

 

Ein paar wenige, sehr gesunde Rezepte gibt es in dem Buch auch, immer wieder am Ende jeden Kapitels einen "Fragenkatalog" für sich selbst, quasi zur Selbstanalyse, und, sehr nett, die "Schokoladen-Meditation". Ich denke, dass spätestens da viele "hier" rufen .

 

Ein Buch für alle, die mit sich und dem Essen wieder Frieden schließen wollen.

 

c) M.

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SOLANA - MASSAGEGÜRTEL

Dieser "Solana"-Massagegürtel hat definitiv ordentlich Wums .

 

Bei der ersten Anwendung bin ich fast erschrocken. War ein ungewohntes Gefühl, so ein doch relativ großes Teil, das heftigst rumpelt, auf dem Bauch zu haben. Aber der Reihe nach ...

 

Erst mal war ich - zugegeben - etwas enttäuscht, als ich gesehen habe, dass der Massegürtel nur über Kabel funktioniert. Das heißt also: Sich massieren lassen - neben einer Steckdose .

 

Wenn man dann weiter einen adäquaten Platz - also bequemer Stuhl oder Sofa, daneben die Steckdose - gefunden hat, stellt man vielleicht fest, dass das Kabel nicht reicht. Das Kabel ist nämlich leider relativ kurz. Und dafür, dass man eben neben einer Steckdose sitzen muss, hätte man das Kabel schon länger machen können.

 

Ich hab' dann nochmal die Verpackung zur Hand genommen und auch die Fotos bei Amazon angeschaut. Also - ganz ehrlich - ich fühle mich da von der Firma schon ein bisschen verarscht. Denn auf den Bildern ist NIRGENDS das Kabel zu sehen. Man sieht die grinsende Frau, die an allen möglichen Körperteilen das Massagegerät angebracht hat, aber OHNE Kabel! Für mich ist das einfach eine sehr deutliche Irreführung. Sich mit dem eingesteckten Massagegürtel neben eine Steckdose zu hocken, schaut nicht so attraktiv aus , deshalb hat man das Kabel auf den Fotos eben einfach weggelassen. Schaut besser ist - ist aber eine falsche Darstellung.

 

Man darf, wenn man den Massagegürtel nutzen will, nicht eben irgendwie all' zu viele Pfunde auf den Rippen haben. Denn eins steht fest: Für Menschen mit mehr Körpergewicht passt dieser Gürtel hier nun wirklich ganz und gar nicht. Und ich bin fast versucht, dass als leichte Diskriminierung zu betrachten. Aber ich geh' mal davon aus, dass man daran einfach nicht gedacht hat, dass es auch rundere Menschen gibt, die mehr Körperfülle haben??!!

 

Der Gürtel besteht aus zwei Teilen, die sich via Klett verbinden lassen. Ich bringe das Teil zwar um meinen kompletten Körper herum . Schließlich ist meine Problemzone der Bauch und der soll von diesem Massageteil mal ordentlich durchgenudelt werden . Und dabei ist mir aufgefallen, dass ich viele Menschen kenne, denen der Gürtel schlicht und ergreifend zu klein wäre. Hätte ich tatsächlich nicht gedacht, dass er so knapp bemessen ist. Gut, mir passt er. Aber er soll ja auch anderen Menschen mit noch üppigeren Rundungen passen ...

 

Für diesen ganzen Trara wird man / frau dann aber entschädigt, wenn man den Gurt anlegt und auf's An-Knöpfchen drückt. Hola, die Waldfee. Das Gürtelchen hat aber mal definitiv sowas von ordentlich Power. Da tut sich was! So groß auch der Ärger über das zu kurze und überhaupt Kabel ist, wenn das Gerät mal los legt, hat man keine Möglichkeit mehr zu denken . Es hat - aber hallo - mal ordentlich Kawumms! Und: Das entschädigt natürlich!

 

Es gibt verschiedene Einstellmöglichkeiten. Man hat ja Zeit und drückt einfach mal auf "M" wie Mode und klickt sich durch die verschiedenen Massage-Variationen. Das ist natürlich nicht schlecht. Und ein gestresster Mensch kann sich hier schon mal genüsslich verwöhnen lassen. Wer's heftig mag, der wählt einfach die Dauervibration und wer's ein bisschen chilliger will, der nimmt das Intervall-Vibrations-Programm (was für ein Wort ).

 

Dann gibt's noch die Plus-/Minus-Funktion, um die Vibrationsintensität (auch ein schönes Wort ) einzustellen. Drückt man auf volle Power, zeigt der Kleine, was in ihm steckt. Super-Power! Nebenbei ein Buch lesen geht dann allerdings nur noch im Rüttel-Modus. Aber egal, man soll sich ja auch entspannen und mal ordentlich durchkneten lassen. Und das macht das Gürtelchen wirklich in allerfeinster Manier.

 

An seiner Leistung gibt's also absolut nichts auszusetzen.

 

Ja, und das Ganze Gerüttle und Geschüttle und Vibrieren und Massieren soll dann die Durchblutung fördern und das Gewebe straffen ... Voilà. Das hört frau doch gern. Dafür nehmen wir also das kurze Kabel und das Hocken neben der Steckdose in Kauf, wenn man von dem spacigen Teil mal so richtig in Schwingung versetzt wird ...

 

Ich bin dann mal mich durchkneten lassen ... Wer mich sucht: Ich bin die geschüttelt-nicht-gerührt-Tussi, die neben der Steckdose hockt ...


c) M.


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ZIEMLICH BESTER SCHURKE - JOSEF MÜLLER

Zugegeben, eine üppige Lebensgeschichte, die uns der Herr Müller da anzubieten hat. Sein nieder geschriebenes Leben liest sich wie ein Hollywood-Gangsterfilm der Extra-Extra-Klasse.

 

Josef Müller hat wirklich eine Komplettverwandlung vollzogen. Ist quasi vom gehassten Biest zum bewundernswerten Schönen geworden. Und das alles hat er seiner Inhaftierung und der damit verbundenen "Erleuchtung" zu verdanken.

 

Aber der Reihe nach ...

 

Herr Müller hat als Steuerberater angefangen. Ließ sich aber mehr oder weniger ziemlich schnell in alle möglichen Geschäfte verwickeln, die nicht immer ganz astrein und sauber waren. Ich gestehe: Alles habe ich nicht im Detail verstanden, was er so finanztechnisch geschrieben hat. Aber gut, muss ja auch nicht sein, sonst wäre ich auch Steuerberater geworden ...

 

Es geht um Firmenverflechtungen, Steuertricks und dergleichen und schließlich um Betrug, Kreditbetrug und Untreue. Aber - ich sag's mal laienhaft - zu 100 % wahrlich Schuld war der Herr Müller nie. Wobei ich das weder entscheiden mag noch kann. Man konnte ihn verführen. Und er hat sich verführen lassen …

 

Jedenfalls hat er uns alle, wirklich alle seine Geschichten offen und ungeschönt erzählt. Wir können eintauchen in die dekadente Münchner Schickeria, in mondänes Luxus-Leben in Amerika und sind stille Begleiter bei all' seinen Luxus-Reisen.

 

Aber wie schreibt er selbst: "Geld, Frauen, Autos, Yachten, Reisen, Luxus, alles war da - aber damit war die Sehnsucht nicht gestillt ..."

 

Und mir gefällt dieser Satz. Ist er doch - immer noch - ein Synonym für die momentane, schnelllebige Gesellschaft. Uns wird impliziert, dass wir nur dann ein Teil bestimmter Zusammenschlüsse sein können, wenn wir schneller, besser, gescheiter, weiter sind. Und das, was sich viele ersehnen: tolle Autos, spritzige Yachten, exklusive Reisen, schöne Frauen ... sind eben doch nur die äußerlichen Requisiten für eine Scheinwelt. Das wahre Glück findet man tief in sich drin. Den Frieden findet man im Glauben.

 

Das mag kitschig klingen. Aber bei Josef Müller war es genauso. Nach seinem Leben in Saus und Braus folgten Jahre der Kasteiung im Gefängnis. Wie es dazu kam, kann man sehr ausführlich im Buch nachlesen. Lassen wir noch mal Herrn Müller zu Wort kommen: "Nach wie vor fühle ich mich im Kern der Geschichte nicht schuldig. Ich hatte Rahmenbedingungen geliefert, innerhalb derer andere kriminelle Akte begangen hatten ...“

 

Aber er zieht sich auch nicht aus der Affäre, erkennt seine Fehler und vor allem anerkennt, dass es am Ende nur eine Strafe geben kann, nämlich Gefängnis.

 

Und dass das schlussendlich gar keine Strafe war, sondern der richtige Weg, der Weg nach innen, der Weg heraus aus dem sinnlosen Hamsterrad der Gier, der Weg zu etwas Höherem, das erkennt Josef Müller in seiner Zelle!

 

Man könnte sagen, dass bei ihm die Gefängnisstrafe zum genau richtigen, erwünschten Gefühl geführt hat, nämlich Einsicht. Und bei ihm folgt noch viel mehr. Den Gefängnisaufenthalt nutzt er schließlich für christliche Studien, beginnt intensiv zu beten und hat das eine oder andere spirituelle "Aha-Erlebnis". Und zudem kuriert das Gefängnis ihn auch noch von seinen Lastern ...

 

Mir scheint, hier hat eine Inhaftierung genau das Richtige bewirkt - und noch viel mehr! Herr Müller zeigt uns in seinem Buch sehr gut, wohin uns Gier treiben kann.

 

"Und wenn ich mich auf etwas verlassen konnte", so Josef Müller "dann auf die Gier der Menschen."

 

c) M.

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ROTLICHTKRIEG - JAN "MIAMI GIANNI" SANDER - riva

Begehrlichkeiten

 

Der Mann hat was erlebt! Und wer so viel erlebt hat, der hat natürlich auch was zu erzählen!

 

Die Beschreibungen von Jan Sander, alias "Miami Gianni" sind detailliert und genau. Für "Normalos" ist es vielleicht etwas befremdlich, wenn ein Typ ständig mit einer Knarre herumläuft. Aber, das ist ja auch kein Buch über einen "Normalo". Und wenn man dann liest, in welcher Gefahr sich Jan mehr oder weniger ständig befindet, dann kann man es direkt verstehen, dass er nicht ohne Pistole aus dem Haus geht.

 

Dass man, wenn man doch mehr oder weniger oft  illegal durchs Leben geht, auch schon mal im Gefängnis landet, liegt auf der Hand. Auch wurde Jan nicht nur einmal, sondern mehrmals selbst angeschossen.

 

Jan erzählt uns von seiner Kindheit. Und natürlich - es könnte nicht anders sein - lag da einiges im Argen. Doch eines muss man sagen und Jan zugute halten: Alles ist wirklich lediglich eine "Schilderung", er beschreibt eben, wie's war, ohne was dazu zu dichten und ohne was weg zu lassen ... Und er schreibt das völlig ohne Anklage. Er will auf keinen Fall, dass Erlebnisse aus seiner Kindheit irgendwie eine Entschuldigung oder Rechtfertigung für sein Verhalten sein sollen. Und das ist natürlich mehr als vernünftig und fair.

 

Trotzdem ist da natürlich eine durchgeknallte und vor allem dominante Mutter. Und Jan schwört sich, nie mehr von einer Frau abhängig zu sein. Und das ist er dann auch nie wieder ...

 

Für mich zieht sich dieses Gefühl nach absoluter Unabhängigkeit auch durch sein ganzes Leben. Und das ist nachvollziehbar. Und sein Ding zieht er auch konsequent durch. Dabei ist er nie schlecht zu Frauen und wenn man ihm nix tut, dann lässt er die anderen auch in Ruhe. Aber wehe, jemand behandelt ihn unfair oder ungerecht oder tut ihm was ... Dann kann Jan ganz schön böse werden ...

 

Erfreulich zu lesen, dass er seine Karriere als "Drogenbeschaffer" schnell an den Nagel hängt, als er einen Junkie sieht, der mehr tot als lebendig ist. Gut so, dass er aus diesem Geschäft ausgestiegen ist. Sonst hätte ich das Buch vielleicht nicht weiter gelesen ...

 

Er lässt uns teilhaben an den vielen Stationen in seinem Leben, in verschiedenen Städten, in unterschiedlichen Ländern, er macht verschiedene Geschäfte und der Weg zum -anständigen- Zuhälter ist nicht mehr fern ...

 

Am Ende fragt man sich schon ein klitzekleines bisschen: Warum das Buch? So aufregend so ein Mannesleben erst überall auf der Welt und dann im Rotlichtmilieu auch sein mag, irgendwann denkt man sich dann nur noch: Aha! Aber warum Jan Sander dieses Buch geschrieben hat, beschreibt er am Ende dann selbst. Und somit schließt sich dann auch auf vernünftige Weise der Kreis.

 

Er will Leute warnen, sich auf falsche "Freunde" einzulassen. An seinem eigenen Beispiel sollen wir erkennen, wie schnell es passieren kann, dass wir den falschen Leuten vertrauen. Dann folgt noch eine etwas verbale Selbstverteidigung und ein Lanzenbruch für den Beruf eines - seriösen - Zuhälters ...

 

Jan Sander ist der "harte Typ" auf dem fetten Motorrad, im großen Wagen, tätowiert von oben bis unten und mit -aber hallo- ordentlich Muskelmasse.

 

Dass so ein Mann dann in seinem Buch mehrmals das Wort "Begehrlichkeiten" verwendet, ist irgendwie Lollipop-sweet. Fast so, als würde Dwayne Johnson für eine Disney-Verfilmung ein sprechendes rosa Plüsch-Sofa synchronisieren ...

 

So steckt doch in jedem harten Typ vermutlich ein weicher Kern. Jan zeigt uns in seinem Buch "Rotlichtkrieg" nun beides ... und dafür ... Danke sehr!

 

c) M.

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WER ES LEICHT NIMMT, HAT ES LEICHTER

Ich habe gerade eine rosa Socke und eine hellblaue Socke an! Warum? Weil ich mich heute nach "Flexi Nr. 5" verhalte. Was das ist? Eine Übung für mehr Flexibilität. Sie lautet: Ziehen Sie heute mit Absicht zwei unterschiedliche Socken an und tragen Sie diese den ganzen Tag.

 

Eine sehr einfache Übung, oder?, um die Flexibilität zu trainieren.

 

Schwieriger finde ich dann schon diese Aufgabe: „Rufen Sie einen wildfremden Menschen an. Wählen Sie dazu blind eine Nummer auf Ihrem Telefon. Wenn sich jemand meldet, legen Sie nicht auf, sondern fangen Sie ein Gespräch mit der Person am anderen Ende der Leitung an. Sagen Sie ruhig ganz offen, dass es sich um eine Übung handelt, um Ihre Flexibilität zu steigern.“

 

Ich fürchte, dass ich das erst mal nicht kann. Aber jemand anders bestimmt. Und für jeden Geschmack ist bei den 55 "Flexibilitäts-Übungen" etwas dabei.

 

Und in dem Buch gibt es viele, viele nützlichen Übungen, Fragen, Anregungen, Hinweise und Tools. Zudem regelmäßige Barcodes, um auf die Internetseite des Autors zu kommen.

 

Ihm zufolge leben wir mit einem Steinzeithirn in einer sehr, sehr modernen, fortschrittlichen Zeit. Diesen Fortschritt könnten wir eindeutig besser nutzen! Und wir sind geprägt von unseren Erfahrungen, von gewohnten Strukturen, von Ritualen, Gewohnheiten, Gepflogenheiten, wir haben fest gefahrene Denkmuster entwickelt und sind ziemlich eingefahren und deshalb unbeweglich in unserem Denken.

 

Wir sollten es uns immer wieder vor Augen führen: Für unser Glück ist kein anderer verantwortlich, wir können keinem Umstand dafür die Schuld geben, denn egal, ob wir arm oder reich, jung oder alt, dick oder dünn, hässlich oder schön sind; Glück ist ein Geisteszustand und wir können selbst entscheiden, ob wir glücklich sein wollen oder nicht.

 

Die einfache Botschaft des Autors: Entscheiden Sie sich, glücklich zu sein!

 

In unserem Leben gibt es einen "Hauptbremser", das ist unser "innerer Jammerlappen". Denn egal, was ist, stets jammert er, findet was Negatives und hat was zu meckern.

 

Deshalb bietet uns Fischedick die AUSGEJAMMERT!-Strategie an. Wenn wir unseren Automatikmodus abschalten, die Macht der Gewohnheit überwinden, für ein flexibles Gehirn sorgen und so weiter, hat der Jammerlappen keine Chance mehr und wir sind automatisch glücklicher!

 

Ganz klar, "WER ES LEICHT NIMMT, HAT ES LEICHTER" ist ein super Buch, ein perfekter Lebensratgeber, eine positive Lektüre, erfrischend, hilfreich und kraftvoll. Wann immer ich in Zukunft meinen inneren Jammerlappen realisiere, werde ich zu diesem aufbauenden Buch greifen! Danke!

 

c) M.

 

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SCHATTENSPIELE - JUAN SANTIAGO * CELINE BLUE

Das Interessante und wirklich Spannende an "SCHATTENSPIELE – Schatten und Licht 1 - 3" ist für mich, wie sich die Geschichte entwickelt und wandelt. Ich habe hier eine "Gay-Krimi-Geschichte" erwartet, aber ich habe nicht vermutet, dass die Geschichte auch noch in einem weiteren Genre agiert ... Und da sag' ich einfach mal: Wwwwwwooooooowwwwwwww! Tttttttooooooooolllll!

 

Ich war wirklich positiv überrascht, als sich einer der Protagonisten doch tatsächlich als Vampir entpuppte. Ich hätte alles vermutet, aber DAS nicht. Und genau deshalb finde ich diese Geschichte auch so großartig und gelungen. So eine perfekte "Genre-Mischung" kenne ich sonst - zugegeben - nicht. Aus diesem Grund ist "Schattenspiele" für mich also erst mal eine ziemlich einzigartige Lektüre.

 

Und die Geschichte hört ja hier nicht auf. "Schatten im Licht" ist eine 12teilige eBook Reihe, die monatlich erscheint, zudem werden alle 3 Monate 3 Bände in einer Printausgabe zusammengefügt. Das bedeutet: Ganz, ganz viel Lesevergnügen.

 

Interessant auch der Schreibstil. Die Geschichte wird stets in der Ich-Form erzählt, egal, von wem gerade die Rede ist. Das macht so eine Geschichte einfach extrem lebendig. Aus der Ich-Position heraus erzählt, gewinnt eine Story noch mehr an Farbe und Pracht und Volumen - finde ich. Und so ist es hier.

 

Die Hauptperson: Kriminalkommissar Matthias. Dieses Mal hat er es mit sehr mysteriösen Kriminal-Fällen zu tun. An den Tatorten wird Blut gefunden, aber keine Leichen ... Oder blutleere Leichen!Eine interessante Kriminalgeschichte tut sich hier auf, die höchst kompliziert scheint.

 

Daneben hat Matthias aber auch noch ein Leben. Wir dürfen hier mit ihm in den Club gehen, in dem es "dark room" und Separees gibt, in denen Matthias sich stets vergnügt. Hier geht es zur Sache! Und Leute, die mit heftigen Gay-Szenen nix anfangen können, sollen von diesem Buch lieber die Finger lassen. Das sollte - aus meiner Sicht - auch mal gesagt werden . Nicht, dass es hinterher Beschwerden gibt

 

Das Buch ist neben der kriminalistischen Finesse und dem Drift in die Fantasy-Ecke auch hocherotisch!

 

Matthias vergnügt sich aber nicht nur, schließlich verliebt er sich auch. Und zwar in Muri - ein feuriger Spanier. Aber ist er das wirklich? 

 

Mir hat die unvorhersehbare Wendung, als es um Muri ging, auf jeden Fall extrem gut gefallen. Ich hatte es eben nicht vermutet, dass es auch in diese Richtung geht. Aber umso schöner… Die Vampir-Komponente passt hier wirklich hervorragend in das Krimi-Milieu und die Gay-Szene! Und auch Muri erzählt dann eben in der Ich-Form.

 

Alles in allem ein außergewöhnliches, gelungenes und spannendes, weil überraschendes Buch, das die Bereiche Thriller, Gay-Erotik und Fantasy nicht nur streift, sondern jeweils zu 100 % bedient! Chapeau!

 

c) M.


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Russell Hobbs 20150-56 Chester Glas-Kaffeemaschine mit Brausekopf-Technologie

 

 

 

 Neue Technologie für "weichen" Kaffeegenuss ...

 

Das Besondere an dieser Kaffeemaschine ist die "Russell Hobbs Sprühkopftechnologie". Sie soll für eine bessere Kaffee-Extraktion und somit für einen hervorragenden Kaffeegenuss sorgen. Oder anders: "Die Russell Hobbs Sprühkopftechnologie garantiert die perfekte Extraktion des Kaffeepulvers und somit perfekten Kaffeegenuss.“

 

Dieser "Sprühkopf" sieht auch völlig anders aus, als wir das so vom herkömmlichen "Auslauf" gewohnt sind. Er ist länglich und schwenkt hin und her. Und dafür braucht er natürlich mehr Platz als ein kleines Löchlein, aus dem einfach nur das Wasser raus läuft.

 

Deshalb sieht die Kaffee-Maschine auch ein wenig anders aus, als wir das so gewohnt sind. Der obere Teil ist größer und breiter, als bei "normalen" Kaffeemaschinen. Dier Sprüharm muss sich eben irgendwie ausbreiten, damit er seine Arbeit verrichten kann ...

 

Mich persönlich stört das nicht. Aber natürlich sieht das etwas ungewohnt aus.

 

Ich muss zugeben: "Gebrühter" Kaffee ist nicht unbedingt meine erste Wahl. In der heutigen Zeit haben diese herkömmlichen Kaffeemaschinen sicherlich einen schwereren Stand. Pad-/ und Kapselmaschinen, aber vor allem komfortable Vollautomaten laufen der Brüh-Kaffeemaschine sicherlich den Rang ab. Aber nichts desto trotz gibt's ja immer noch Hartgesottene und Filter-Kaffee-Liebhaber.

 

Ich habe mir auf jeden Fall meinen Lieblingskaffee zugelegt und los ging's ...

 

Eine Beschreibung braucht man hier nicht. Aufs Knöpfchen gedrückt und los. Und wenn der Kaffee fertig ist, ertönt ein Signal. Kann also nix schief gehen. Die Uhrzeit kann man sich hier auch einstellen, wenn man mag. Allerdings habe ich die Kaffeemaschine nicht immer an der Steckdose. Und ohne Strom natürlich auch keine Zeit ...

 

Mir war wirklich der Geschmack wichtig, wenn schon von "hervorragendem Kaffee-Aroma" die Rede ist.

 

Und tatsächlich. Ich weiß ja nicht, ob man sich das vielleicht einbildet, einfach weil man eine gewisse Erwartungshaltung hat. Aber ich finde, dass er Kaffee tatsächlich irgendwie "weicher" und ausgewogener schmeckt. Vielleicht kann dieser "Sprüh-Arm" wirklich mehr, so dass einfach das Wasser besser im Pulver verteilt wird und nicht nur "drüber läuft".

 

Deshalb gibt's aus meiner Sicht hier erst mal nix zu meckern. Summa summarum produziert diese Kaffeemaschine wirklich einen wohl schmeckenden, "weichen" Kaffee. Die innovative Brausekopf-Technologie macht scheinbar doch was aus. Und das kann ich nur befürworten.

 

Wer also eine zeitgemäße, gute Kaffeemaschine mit einer modernen Technologie möchte, der ist mit dieser auf jeden Fall gut beraten!

 

c) M.

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