Archiv

tatort – das quiz

150 Fragen & Antworten

 

Gute Geschenkidee! 150 Fragen & Antworten auf Karten für tatort-Liebhaber ...

 

Ehrlich gesagt dachte ich ja, dass es sich hier um eine Art "Spiel" handelt. Aber dem ist nicht so.

 

Dieses "Tatort Quiz" besteht aus einer kleinen Blechdose. Auch hier hatte ich anhand des Bildes eine größere Box erwartet. Aber tatsächlich ist das Schächtelchen klein und fein, ca. 11 x 7,5 cm.

 

Es enthält insgesamt 50 Karten. Auf jeder Karte sehen drei Fragen. Das summiert sich somit auf 150 Fragen auf. Jeweils auf der Rückseite stehen dann die Antworten.

 

Tatort-Fans können sich dann z.B. an solchen Fragen messen:

 

Wie heißt der Erfinder des TATORT's?

 

Wie nennt Rechtsmediziner Boerne seine Assistentin Silke Haller scherzhaft?

 

Wie heißt die Tochter des Wiener Ermittlers Eisner?

a) Carmen

b) Sonja

c) Claudia

 

Welcher Ermittler meldet sich mit "Ich höre!" am Telefon?

a) Klaus Borowski

b) Nick Tschiller

c) Til Ritter

 

und so weiter.

 

Für Leute, die Tatort gern sehen, ist das bestimmt ein nettes Geschenk bzw. Mitbringsel. Oder wenn man selbst großer Fan ist, dann kann man dieses Quiz z.B. zusammen mit Freunden "spielen". Klar kann man einfach auch für sich selbst sein Tatort-Wissen testen. Z.B. auf einer langen Zugfahrt, beim Fliegen oder an einem kalten Winterabend auf dem Sofa. Spielt man mit mehreren, dann muss man sich selbst eine "Spielanleitung" ausdenken. Am besten einfach loslegen: fragen - antworten ...

 

Als kleines Geschenk für Tatort'ler auf jeden Fall bestens geeignet!

 

c) M., 9.9.2014

_________________________________

 NIVEA VITAL TEINT OPTIMAL

ANTI-AGE  AUGENPFLEGE  SOJA

REIFE HAUT

 

Augenpflege-Creme für die reife Haut ...

 

Diese Augenpflege von Niveau aus der "VITAL"-Palette ist ein weiteres Produkt für die reife Haut.

 

Die Augenpartien brauchen ab einem gewissen Alter eine ganz besondere Pflege. Nivea hat sich für die Frau ab 40 in diesem Fall für den "Soja-Extrakt" entschieden. Er soll die hauteigene Collagenproduktion unterstützen. Auch soll es dem Soja-Extrakt gelingen, das hauteigene Hyaluronan-Level in vitro zu erhöhen. Aha!

 

Nun, schau' ma mal! Das kann man ja so direkt nicht nachweisen oder an sich selbst sehen. Da können wir uns nur auf die wohlwollenden Beschreibungen verlassen.

 

Aber was wir sehen und fühlen können, ist, wie sich eine Creme anfühlt. Und bei dieser Anti-Age Augenpflege hatte ich sofort ein angenehmes Gefühl um die Augen. Geradezu beruhigend. Man kann sich zwar viel einreden. Aber ich habe schon sehr viele Anti-Age Augenpflege-Cremes ausprobiert. Und bei manchen tut sich gar nix, bei anderen hat man doch irgendwie gleich ein "gutes" Gefühl.

 

Und so ging's mir bei dieser Creme. Ich hatte gleich das Gefühl, dass sie der anspruchsvollen Haut rund um die Augen sehr gut tut.

 

Empfohlen wird es, die Augencreme sanft massierend um die Augen zu verteilen und dann leicht einzuklopfen. So bekommt die Haut rund um die Augen dann noch einen zusätzlichen Wohlfühl-Kick.

 

Ich kann sagen, dass ich die Creme gut vertrage und dass sie sich gut anfühlt. Über die tatsächliche, langfristige Wirkung vermag ich nicht zu urteilen. Ich kann sagen, dass sich die Pflegecreme gut anfühlt und die empfindlichen Hautpartien rund um die Augen zu beruhigen scheint.

c) M. / 9.9.2014

_______________________________ 

 BITTERE WUNDEN – KARIN SLAUGHTER

 

Sensibler, professioneller Thriller ...

 

"Bittere Wunden" ist mein erstes Buch von Karin Slaughter. Mit Sicherheit aber nicht das letzte.

 

Okay, es hat - zugegeben - ein Weilchen gedauert, bis ich mich in die Komplexität der Geschichte eingelesen hatte. Karin springt in diesem Thriller in der Zeit hin und her. Sie erzählt die Geschichte in den 1970er Jahren und in der Jetztzeit. Irgendwie wird dann doch schnell klar, dass die Zeitsprünge natürlich nicht willkürlich gewählt sind, sondern direkt etwas miteinander zu tun haben. Und als ich alle Personen dann einigermaßen umrissen hatte, war die Story für mich klar.

 

Was mir an diesem Buch so gut gefallen hat, ist die sensible Gratwanderung von Karin Slaughter zwischen Serienkiller, Opfer und den Protagonisten um den Fall herum. Da sind Amanda und Evelyn, die beiden jungen, ehrgeizigen Polizistinnen. In den Kapiteln, die in den 1970er Jahren spielen, kann man lesen, wie schwierig es damals im prüden Amerika gewesen sein muss, sich als Polizistin zu behaupten. Aber die beiden haben sich nicht beirren lassen und sich gleich mit ihrem ersten, brisanten, heiklen Fall behauptet.

 

Dass das Ganze aus den 1970er Jahren etwas mit der Jetztzeit zu tun hat und vor allem, wie, erfährt man nach und nach. In der Jetzt-Zeit geht es sehr stark um Sara und Will, die sich hier näher kommen. Sie ist Ärztin, er Polizist. Angeblich ist Will wegen seiner "zu langen Haare" in einen Art Strafdienst versetzt worden. Dass dahinter mehr steckt und dass Will eine dunkle Vergangenheit hat, versteht man auch mehr und mehr.

 

Karin Slaughter versteht es, zu schreiben. Sie regt uns zum Mitdenken an. Denn hin und wieder lässt sie eine Bemerkung einfließen, die man erst mal nicht einreihen kann. Aber wenn man weiter liest, klärt sich alles auf.

 

Das wirklich Schöne an diesem Thriller ist, dass er rund ist. Die Geschichte schließt sich zum Schluss wie ein Kreis. Und auch, wenn vieles sich wirklich schauderhaft liest, so ist die Story doch in sich schlüssig und vor allem nicht übertrieben blutgierig, sondern im richtigen Maße gruslig.

 

Karin Slaughter geht sehr, sehr sensibel mit dem Thema um. Sie beschreibt das, was der Serienkiller mit den Mädchen macht, zwar genau. Aber nicht unangenehm grausam oder brutal. Und seine schrecklichen Rituale beschreibt sie zwar akribisch, medizinisch versiert, aber nur in kurzen, knappen, wohl bedachten und professionellen Worten. Die Lebensgeschichten der Polizisten und des Liebespaares Will und Sara nehmen viel mehr Platz ein, als die grusligen Taten des Psychopathen. Und ich vermute mal, dass das ganz bewusst so gewählt ist!

 

Karin Slaughter ist eine verantwortungsbewusste, sensible Autorin, die weiß, wie brenzlig das Thema ist. Aber sie weiß auch, damit umzugehen. So räumt sie dem Serienkiller nur so viel Platz ein, wie seiner Rolle zusteht, damit wir die Geschichte verstehen. Sie schenkt ihm wohlbedacht keine übertriebene, unangebrachte Aufmerksamkeit.

 

Denn, so sagte sie während einer Lesung "Sie spricht nie mit echten Serienkillern. Obwohl ihr das oft angeboten wird. Aber sie will ihnen keine Aufmerksamkeit schenken. Des Weiteren spricht sie auch nicht mit echten Opfern und schreibt auch nicht über sie - aus Pietätsgründen und Respekt".

 

Sie macht sich Gedanken und weiß, was sie tut. Und mit dieser professionellen Sensibilität schreibt sie. Und obwohl das mein erstes Buch von ihr ist und ich die Vergangenheit von Sara und Will, Amanda und Konsorten nicht kenne, konnte ich in "Bittere Wunden" gut einsteigen. Es handelt sich hier nicht um einen blutrünstigen Thriller, der grausame Mördermethoden ausführlich schildert. "Bittere Wunden" ist ein gut recherchierter, professioneller, feinfühliger Thriller. Dem Täter wird nur so viel Platz eingeräumt, wie nötig. Dafür erwachen die anderen, sympathischen Protagonisten mehr zum Leben!

 c) M., 10.9.2014

_________________________________ 

„Greif nach den Sternen, Schwester!“

 

Die Geschichte einer mutigen Frau

 

"Greif nach den Sternen, Schwester!" ist die authentische Lebensgeschichte einer Frau in Afghanistan. Sie und ihre Schwester entdecken schon in sehr jungen Jahren, dass sie nur eins wollen, nämlich: Fliegen! Und genau das ist in einem Land wie Afghanistan nicht nur ungewöhnlich, sondern mehr als schwierig.

 

Es ist nicht so, wie man vermuten könnte, dass Latifa und ihre Schwester aufmüpfige Rebellinnen sind, die sich von einer männlichen Welt nichts vorschreiben lassen wollen. Sie wollen nicht unbedingt einfach nur aufbegehren oder sich gegen ein Patriarchat durchsetzen. Und auch, wenn sich Latifa demonstrativ die langen Haare ganz kurz schneiden lässt. So tut sie das nicht aus Rebellion, sondern einfach, weil sie es chic und modern findet.

 

Die beiden Mädchen wollen nicht provozieren oder sich gegen irgendwas zur Wehr setzen, sie wolle nur eins: Fliegen! Und diesen Wunsch zu realisieren, ist mehr als schwierig ... Aber die zwei beißen sich durch. Sie haben einfach diesen Wunsch und folgen ihm konsequent. Für sie gibt es keinen anderen Weg. Sie wollen fliegen! Und um das zu können, investieren sie all' ihre Kraft, ihren Mut, ihre Leidenschaft und ihr Durchhaltevermögen.

 

Die Geschichte beginnt mit einem traumatischen Vorfall in ihrer Kindheit. Dem Vater, bislang ein rechtschaffender Mann, wird der diffuse Vorwurf gemacht, er hätte aufseiten der Mudschaheddin gestanden, die gegen die Sowjets in einem Partisanenkrieg kämpften.

 

Der Vater kommt daraufhin ins Gefängnis und die Mutter muss zusehen, wie sie die Kinder über die Runden bringt. Meist gibt es nicht mal was zu essen ...

 

Aber die Lage bessert sich wieder und Latifa und ihre Schwester können ihren Traum wahr werden lassen und die Flugschule besuchen. Es scheint ein Wunder, dass sie es so weit schaffen. Keiner hätte es ihnen zugetraut und auch während der Flugausbildung ist ihr Leben und Alltag alles andere als einfach. Aber die beiden jungen Frauen gehen zielstrebig ihren Weg.

 

Und wie Latifa selbst schreibt: "Unser Fluglehrer war ein Glücksfall". Vieles, das ihnen auf ihrem Weg widerfährt, ist einfach auch ein glücklicher Umstand. Aber über all' dem thront die Selbstverständlichkeit, mit der die beiden Schwester ihren Weg gehen.

 

Sie werden schließlich unfreiwillig zu Stars in ihrer Klasse und die Zeitungen schrieben über sie: "Die zwei legendären Pilotinnen Afghanistans" oder "Die beiden Champion-Schwestern".

 

Das Buch ist nicht unbedingt eine literarische Meisterleistung. Die Sprache ist relativ simpel und bodenständig. So kann man das Buch auch durchgängig gut lesen. Es geht hier ja auch nicht um eine schriftstellerische Leistung, sondern um zwei Frauen, die Sagenhaftes leisten und mit purem Selbstverständnis ihren Weg gehen. Als zwei selbstbewusste Frauen in einem gebeutelten Land. Eine anrührende Geschichte, die allen Mut machen kann, die sich etwas nicht zutrauen! Alles ist möglich, wenn man nur zielfokussiert ist. Latifa hat es vorgemacht! Eine beachtliche, weibliche Lebensgeschichte!

c) M. / 12.9.2014

_________________________________ 

VIDAL SASSOON INFRA RADIANCE STRAIGHTENER

 

Perfekte, sanfte Infrarot-Glättung

 

Haarstyling-Geräte von Vidal Sassoon zeichnen sich immer durch hohe Qualität und innovative Technik aus. Deshalb war meine Erwartungshaltung an diesen Haarglätter von Vidal Sassoon auch sehr, sehr hoch.

 

Das Gerät selbst ist auch stylisch und im Grunde ohne jede Beanstandung. Es scheint ergonomisch geformt und liegt sehr gut in der Hand. Außerdem ist es nicht schwer. Positiv finde ich auch, dass die Platten vorne nicht so wuchtig sind, wie ich das von anderen Glätteisen kenne. Diese hier sind schön schlank und schmal und eignen sich so auch bestens zum Stylen für kurze Haare.

 

Vidal Sassoon setzt auf Infrarot Technologie. Und das scheint mir auch eine mehr als kluge Entscheidung zu sein. Denn es geht nicht mehr nur darum, die Haare perfekt zu glätten. Es geht auch darum, sie dabei nicht zu schädigen. Oder noch besser: Sie beim Glätten auch noch zu pflegen.

 

Wer täglich (wie ich) oder regelmäßig glättet, der weiß das zu schätzen. Durch die sanfte Infrarotanwendung soll die Wärme besser im ganzen Haar verteilt werden. Dadurch soll Überhitzung vermieden werden. Und es sollen sich rasch überzeugende Resultate ergeben.

 

Und, tatsächlich. Das Haar scheint die Glättung nicht übel zu nehmen. Im Gegenteil. Die Platten sind aus Turmalin-Keramik und sehr, sehr angenehm. Die Turmalin-Keramik soll aufbauende Ionen während des Stylings auf das Haar übertragen. So wird sich kräuselndes Haar vermieden und sanfter Glanz erzeugt.

 

Und das Ergebnis kann sich sowieso auch sehen lassen. Man hat das Gefühl, dass das Haar wirklich gut durch die Platten gleitet. Und hinterher fliegen die Haare nicht. Ganz im Gegenteil. Sie liegen in Reih' und Glied, sind schön glatt und glänzen.

 

Mit dem Ergebnis bin ich wirklich mehr als zufrieden. Und schön, dass man beim Glätten kein schlechtes Gewissen mehr haben muss.

 

Was mir am Gerät selbst nicht zusagt, ist das kleine Rädchen, mit dem man die Temperatur einstellt. Erstens finde ich persönlich so ein Rädchen schon ziemlich "old fashioned". Ich persönlich finde, dass zu einem innovativen Haarglätter eine Digital-Anzeige gehört. Und zweitens habe ich vergeblich nach einer Temperaturangabe am Gerät selbst gesucht. Normalerweise wird eigentlich irgendwie/irgendwo die Temperatur angezeigt.

 

Nicht bei dem Straightener. Da muss man also ein bisschen mit Gefühl arbeiten und sehen, wie viel Wärme die Haare vertragen. Das ist ungewohnt.

 

Der Haarglätter schaltet sich automatisch nach 60 Min. ab! Also, ganz ehrlich, 60 Minuten finde ich schon ziemlich lang. Im Grunde könnte er sich meiner Meinung nach schon nach 6 Min. Nichtbenutzung ausschalten.

 

Was mich bei vielen Glätteisen stört, nämlich, dass man sie nach Gebrauch nicht "zusammenklappen" kann, so dass man es besser irgendwo reinlegen kann, fällt bei diesem Straightener glücklicherweise nicht so ins Gewicht. Weil: Die Platten sind nicht sehr weit auseinander, eigentlich näher beieinander, als ich das von anderen Haarglättern kenne. So fällt es auch nicht groß auf, dass auch dieses Gerät leider keine Möglichkeit bietet, es zusammenzuklappen und somit Platz sparend aufzuräumen.

 

Das sind - aus meiner Sicht - nur kleine Ungereimtheiten am Gerät, so dass auch dieser Straightener für mich nicht zu 100 % perfekt ist, zumindest nicht in der Handlichkeit.

 

Aber: Das Glättergebnis ist herausragend und absolut zufriedenstellend. Die Turmalin-Keramikplatten sind sanft und gleiten gut durch's Haar. Die Infrarot-Technologie sorgt für schonendes Haarstyling mit Bestleistung. Die Haare sind sehr schön glatt und glänzen. Und das Gerät liegt gut in der Hand und ist nicht schwer. Das macht das Glätten zu einem freudigen Erlebnis mit glänzendem Ergebnis!

 

M.) / 15.9.2014

___________________________________________________ 

Magic Mike

 Ganz einfach: Mir hat "Magic Mike" sehr, sehr gut gefallen. Vor allem natürlich, weil der Film für Frauen ein absoluter Augenschmaus ist. Eine intellektuelle Handlung darf man sich da nicht erwarten, hab' ich auch nicht erwartet. Ich hab' mir einen netten, lustigen, unterhaltsamen, nicht belastenden Film erhofft, mit vielen schönen Männern. Und meine Erwartungen wurden erfüllt ...

Ich wusste gar nicht, dass Matthew McConaughey so witzig sein kann und ich wusste auch nicht, dass er einen solchen Body hat. Wenngleich der natürlich etwas retuschiert sein könnte . Aber egal. Matthew McConaughey spielt hier den durchgeknallten, aber immer noch gut gebauten "Stripper-Papa" und ich hab' mich köstlich amüsiert.

Gesabbert werden darf dann natürlich auch noch bei Matthew Bomer, dem amerikanischen Schnuckelchen schlechthin. Er als Stripper?! Wow, da gibt's was für's weibliche Auge.

Und wer hätte gedacht, dass auch Channing Tatum beim Strip-Tanz eine so gute Figur macht? Dass sein Körper anbetungswürdig ist, wussten wir ja schon.

Und dann gibt's auch noch den jungen Alex Pettyfer und noch diverse andere gutaussehende Männer, die einfach auf der Bühne stehen und für Frauen tanzen.

Die Story ist schnell erzählt: Mike, der sich im Strip-Lokal als "Magic Mike" seine Brötchen verdient, möchte eigentlich viel lieber eigene Möbel bauen und verkaufen. Er lernt den jungen Adam (Alex Pettyfer) kennen und gleichzeitig seine prüde wirkende Schwester Brooke. Mike weiht Adam in die Geheimnisse des Strip-Tanz ein, was seine Schwester Brooke wiederum gar nicht so toll findet. Aber irgendwie hat Mike sich auch in Brooke verguckt, wahrscheinlich, weil sie eigentlich mit dem "Milieu" nicht klarkommt!

In "Magic Mike" gibt's viele schnucklige Männer, die tanzen, strippen, Stimmung und Party machen und Frauen beglücken. Für einen vergnüglichen Film, der allenfalls unterhalten soll, bietet "Magic Mike" eine Menge für's geneigte Auge .

 

M.) / 15.9.2014

_______________________________________________ 

Malen nach Zahlen kann jeder,

 

 

auch der Mal-Unbegabteste, wie ich zum Beispiel. Ich habe absolut kein malerisches Talent und trotzdem oder gerade deshalb wollte ich es einfach mal versuchen ... Und die drei harmonischen Wellness-Bilder sehen so entspannend aus, so dass ich mir von der "Arbeit" selbst auch eine quasi meditative Tätigkeit erdachte ...

 

Das Set ist echt schön und beinhaltet alles, was man zum Malen nach Zahlen und zur Herstellung des Rahmens benötigt: Die drei Maltafeln, die je 20 x 20 cm groß sind, die passenden Acrylfarben in kleinen Näpfchen, eine Farbpalette aus hartem Karton, in die man die Farbtöpfchen stellen kann, einen passenden Pinsel, der zwei unterschiedlich große Spitzen hat, eine Gießform für den Rahmen und die Buddha-Figur, 3 Gipsbeutel, die Firnis und noch ein Vorlageblatt und die Aufhänger für die Bilder.

 

Das Besondere an diesem "Buddha-Malen-nach-Zahlen-Set" ist die hervorstehende Form des Buddha auf einer Tafel. Man kann sie zwar einfach auch ausmalen. Aber wenn man es originalgetreu machen möchte, dann gießt man den Buddha und bemalt ihn dann. Dann hat man diesen ganz besonderen plastischen Effekt.

 

Deshalb ist das Buddha-Bild eigentlich auch das Besondere, aber auch die anderen beiden Maltafeln sind sehr schön und harmonisch: Eine Wasserrose mit Steinen und der Überschrift "Relax" und ein Stillleben aus Kerze, Blume, Bambus und Pinsel mit dem Schriftzug „Wellness“. Die Farben sind harmonisch in zarten bis kräftigen Lilatönen, edlen Gold- und Brauntönen, klassischem Weiß und sanften Grün-Tönen gehalten.

 

Natürlich braucht's immer noch jede Menge Fingerfertigkeit, Fingerspitzengefühl, Ruhe, Genauigkeit, Lust an Detail-Arbeit und vor allem Geduld, bis die drei Bilder samt Rahmen fertig sind. Zu unterschätzen, so finde ich, ist das Malen nach Zahlen, gerade in dieser Deco-Version, nicht. Aber so hat man sehr lange Freude daran und kann sich in Ruhe auf das meditative Malen einlassen. Hier hat man immer den lächelnden Buddha vor Augen und hat am Ende sein Erfolgserlebnis in Form von drei beruhigenden, asiatischen Motiven, die an der Wand eine friedliche Stille vermitteln.

 

Man kann sich hier drei sehr schöne, stimmungsvolle Bilder selber gestalten und kann sie, wenn sie mal hängen, jedes Mal voll Stolz anblicken, dass man sie -mehr oder weniger- selbst gemalt, zumindest gestaltet hat. Das Malen nach Zahlen ist zumindest entspannter, als "echtes" Malen. So eine kleine Hilfestellung kann ja nicht schaden, im Gegenteil, sie entstresst und entschleunigt. So soll's sein ... Und das passt ja auch zum Thema "Buddha" hier ... Mir gefällt das Set sehr gut!

 

c) M. / 19.9.2014

________________________________________ 

IM GARTEN DER GÖTTIN – BARBARA PIAZZA – ROMAN – blanvalet

 

Ein unterhaltsamer Roman mit lebhaften Protagonisten und Irrungen und Wirrungen

 

Die Autorin Barbara Piazza ist alles andere als eine unbekannte. Sie gehört zu den erfolgreichsten, deutschen Drehbuchautorinnen. Man merkt dem Buch auch das Professionelle an.

 

Am besten gefällt es mir aber, dass Frau Piazza noch eine schöne, altmodische Ausdrucksweise verwendet. Allerdings kann das natürlich auch dazu führen, dass jüngere Menschen von dem Schreibstil eventuell nicht so angetan sind. Denn wer weiß schon noch, was "indigniert" bedeutet?

 

Lang nicht mehr gelesen auch zum Beispiel so ein Satz, wie: "Er machte Anstalten, sie an sich zu ziehen!" oder auch schön Old-Style: "Sie schickte sich an zu antworten!". Macht Freude, mal wieder die schöne, deutsche Sprache auf so hohem Niveau zu lesen. Und das mein' ich wirklich ganz ernst. Allerdings, wie gesagt, dürften jüngere Menschen damit eventuell ein Problem haben. Oder aber auch nicht ...

 

Die ganze Geschichte ist natürlich auch ein klitzekleines bisschen altbacken, was nicht abwertend klingen soll, sondern einfach als persönliche Feststellung gemeint ist. Sie spielt in Deutschland und wirkt überhaupt auch sehr deutsch.

 

Es geht um Julia, die ist immerhin schon Ende 30. Die meiste Zeit ihres Lebens war sie mit Jürgen liiert. Der hat sie allerdings nach diesen vielen Jahren betrogen - und ausgerechnet im gemeinsamen Ehebett. Das war für Julia schwer, sehr schwer zu verkraften.

 

Zwei Jahre hat sie sich deshalb mehr oder weniger zurückgezogen. Aber dann wird der Schmerz plötzlich leichter. Und das Buch beginnt sehr heiter und positiv: "Ein Duft von Frühling und Erwartung zog durch den Wald. Er strömte in Julias Lunge, und irgendetwas brach dabei auch in ihrem Inneren aus der starren Kapsel, die es bisher umschlossen hatte." - sehr schön geschrieben, wie eigentlich der ganze Roman!

 

Julia gewinnt also wieder Land. Und sie hat auch wieder Lust auf eine neue Bekanntschaft. Die Zeiten haben sich geändert, sind modern geworden, es gibt das Internet. Julia begibt sich auf einer entsprechenden Plattform auf die Suche und wird auch ziemlich schnell fündig.

 

Hier kommt Julia ziemlich naiv und blauäugig daher, als Stefan, der Mann aus dem Internet, dann vor ihrer Tür steht und sie sich sofort in ihn verliebt. Nicht nur das, sie antwortet auf seine plötzliche Frage nach eine überstürzten Hochzeit auch noch mit "Ja" ... und eh sie sich versieht, ist sie auch schon im Hafen der Ehe, und auf dem Weg nach Indien ...

 

Und nicht nur das ... Stefan ist nicht der, der er scheint. Noch zuhause in Deutschland lässt die Autorin quasi ihn selbst zu Wort kommen und erzählt aus seiner Warte. Aber in der genau richtigen Dosierung. Man erfährt nicht zu viel, aber man bekommt doch mit, dass Stefan falsches Spiel spielt, dass er Julia belügt und dass er es faustdick hinter den Ohren hat und dass er vor allem nicht der ist, als der er sich ausgibt. Tja, aber Julia ist eben so eine ganz naive Frau. Hier hat Frau Piazza vielleicht etwas tief in die Klischee-Schublade gegriffen.

 

Trotzdem oder gerade deshalb ist "Im Garten der Göttin" ein sehr professionell geschriebener, sehr deutscher Roman. Er arbeitet zwar mit überspitzten Klischees, aber alles andere wäre vermutlich auch langweilig. So ist eine gut recherchierte Geschichte entstanden mit lebhaften, ausdrucksstarken Protagonisten, die man sich extrem gut vorstellen kann. Die Story selbst ist durchdacht und lässt in nichts zu wünschen übrig. "Im Garten der Göttin" ist für mich eine gute, deutsche, hochwertige Schreib-Leistung, die auf hohem sprachlichem Niveau unterhält. Danke!

 

c) M. / 19.9.2014

______________________________________________ 

Andreas Gabalier

Aus dem Leben des Volks Rock’n’Rollers

riva

von Thomas Zeidler

 

Sympathischer Musiker mit einer tragischen Vergangenheit, aber einer sonnigen Zukunft

 

Zugegeben, normalerweise höre ich keinen Schlager und die Musik-Richtung von Andreas Gabalier ist nicht unbedingt zu 100 % mein Ding! Allerdings mag ich ihn als Mensch, außerdem hat er mich in der Sendung "Sing meinen Song" total überzeugt und zu meiner allergrößten Freude schreibt er in seinem Buch, dass er auch Metallica hört. Das lese ich doch gerne.

 

Andreas Gabalier ist wirklich ein total sympathischer Mensch. Seit er bekannt ist, ist auch gleichzeitig sein Schicksal bekannt. Und so überaus unfassbar und tragisch das auch ist, was er erleben musste, so verstehe ich doch auch, dass er nicht nur immer darauf reduziert werden möchte. Ein Mitleids-Bonus ist, denke ich, das Allerletzte, was Andreas Gabalier möchte.

 

Aber es ist auch Fakt, dass es im Grunde das Schlimme, das er durchstehen musste, war, das ihn zur Musik gebracht hat. Durch die Musik hat er versucht, das Drama irgendwie zu verarbeiten. Die Musik hat ihn zum einen getröstet und es ihm anderseits ermöglicht, seiner Trauer Worte und Ausdruck zu verleihen. Die Musik war seine Therapie.

 

Mittlerweile weiß, glaube ich, auch jeder, dass sein Lied "Amoi seg ma uns wieder" keine Erfindung ist, sondern seine tiefen Gefühle widerspiegelt. Ein Song, der ihm irgendwie geholfen kann, mit seiner Trauer umzugehen. Ein Song, der auch anderen Trauernden hilft, die schmerzenden Gefühle irgendwie zu ertragen. Ein Song als Hoffnung und Trost gleichzeitig. Verarbeitung durch die Musik.

 

Gabalier, so heißt es in dem Buch, widmet seine Songs in erster Linie Verflossenen.

 

Dass er aber eben nicht nur Schlager kann, sondern eine wirklich gute Stimme hat und auch in der Lage ist, andere Songs ausdrucksstark und perfekt zu singen, das hat er in der Serie "Sing meinen Song" bewiesen. Dort habe ich ihn auch von einer ganz anderen Seite kennen gelernt. Er macht nicht nur Bierzelt-Musik, sondern kann auch Rocksongs, Jazzlieder und emotionale Songs perfekt singen.

 

Ein kleines bisschen erinnert mich die Geschichte von Andreas Gabalier an Falco. Auch er war ein Großer. Er war auch Österreicher. Er hatte auch mit einem schweren Schicksal zu kämpfen. Auch er war ein begnadeter Musiker. Nur war Falco fatalistisch. Das ist, so sieht es zumindest aus, Andreas ganz und gar nicht. Zum Glück! Die Musik hat Andreas Gabalier aus seinem Trauertal herausgeleitet. Und sie wird ihn auch weiter tragen.

 

Seine Musik ist nicht nur sein Trost. Seine Musik ist sein Leben. Seine Leidenschaft, seine Liebe. Und das merkt man. Und daneben ist er noch Mensch geblieben. Jemand wie du und ich. Zwar vom Leben gezeichnet, aber nicht vom Leben zu Boden gedrückt. Ganz im Gegenteil. Ein musikalisches Stehaufmännchen, das sich an der Musik immer wieder hochzieht! Ein tolles Ausnahmetalent, ein großartiger Musiker und ein bodenständiger Mensch. Viel Glück auch die nächsten Jahrzehnte!

 

c) M. / 23.9.2014

__________________________________ 

RIESENHUNGER

 

KLEINE MENSCHEN IN DER GROßEN WELT DES ESSENS

 

CHRISTOPHER BOFFOLI

 

riva

 

Entzückend …

 

Ein kleines Buch ... voller kleiner "Menschen" ... und über all' dem thront das "große Essen". Aber es ist nicht so, dass dieses "Riesen-Essen" die Menschlein irgendwie überlagern würde. Im Gegenteil:

 

Dieser überdimensionale Brokkoli, diese Riesen-Pilze, die Monster-Aprikosen, die Hochhaushohen Kekse, die Pommes Frites, so groß wie Felsbrocken, die riesengroßen, dreifarbigen Pfeffer-Körner, der scharlachrote Hummer, groß wie King Kong, Pistazien, groß wie Felsen, Paprikas in der Größe von kleinen Bergen, saftige Gurken, die aussehen wie Schiffe, pancakes in Teich-Größe, Meerblaues Gelee, Törtchen wie Maulwurfgroße Hügel, Kuchen so groß wie Häuser, Sellerie, der auch ein Baum sein könnte ... die perfekte Kulisse für umtriebiges Zwergen-Verhalten.

 

Und zwischen all' dem monströsen Essen miniwinzige, klitzekleine Menschen, die ihre Arbeit verrichten, komische Sachen machen, paddeln, spielen, sitzen, schwitzen, reden, rasten, schwimmen, rauchen, warten, fahren, klettern, fliegen, pflücken und, und, und ...

 

Und es ist nicht so, dass die Mini-Menschen in der übergroßen Nahrung verschwinden würden, es ist nicht so, dass die Zwerge sich vor dem Goliath fürchten ... Im Gegenteil ... Sie wuseln darin herum wie fleißige Ameisen und machen sich die essbare Monster-Landschaft zu nutze ... Sie leben einfach darin, als wäre es die natürlichste Umgebung der Welt ...

 

Klingt skurril, ist es auch ... Und: lustig, witzig, amüsant, unterhaltsam, ein Augenschmaus, zum Schmunzeln und genau Hingucken ... Kleine Menschlein in großer Umgebung, die zum Essen da ist ... Fotografische Kunst!

 

Und was will uns der Künstler damit sagen? Abgesehen von dem bildgewaltigen Material will er auch, dass die Fotografien deutlich machen, wie sehr das Essen uns alle verbindet, weltweit. Er will, dass wir lachen, nachdenken und (mehr) essen ... Ausgefallene Idee! Und gleichzeitig so „normal“. Das macht wohl die große Kunst aus: Die Herausfilterung es Besonderen aus dem Alltäglichen.

 

Mir gefällt die Idee, sehr sogar! Ich habe noch nie solch' spannende Fotografien gesehen, auf denen sich das Kleine so perfekt in das Große fügt. Gut gemacht! Eine Freude zum Ansehen! Die Frage: Wer ist nun groß und wer ist klein?, hätte sich hiermit erübrigt. Groß ist oft das vermeintlich Kleine, das interessante Detail, das sich im Großen, Sichtbaren verbirgt. Bei „Riesenhunger“ verbirgt sich nichts. Das Kleine schält sich triumphierend aus dem Großen … Schön gemacht!

 

c) M. / 23.9.2014

____________________________________________