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WAS UNS WIRKLICH TRÄGT

 

Anselm Grün | Walter Kohl

 

HERDER

 

Für dieses Buch habe ich mir ganz bewusst sehr viel Zeit gelassen. Es liest sich gut, es tut gut. Es ist voller Weisheiten, Wahrheiten, persönlicher Geschichten und vor allem voller Menschlichkeit.

 

Anselm Grün und Walter Kohl sprechen hier abwechselnd über verschiedene Lebens-Themen. Und dabei wird kein wichtiges Thema ausgelassen.

 

Anselm Grün und Walter Kohl sind zwei unterschiedliche Menschen, die aber wohl durch zwei Dinge miteinander verbunden sind: Durch den Glauben und die Liebe.

 

Anselm Grün wächst behütet in einem frommen Elternhaus auf, schon früh ist im klar, dass er später einmal mit dem Glauben arbeiten möchte.

 

Und Walter Kohl ... Er hat - zugegeben - natürlich eine bewegende und auch einzigartige Geschichte, eine ganz besondere Familiensituation hinter sich, die ihn zu dem gemacht hat, der er heute ist. Er schreibt nie: Mein Vater - der Bundeskanzler, er schreibt: mein Vater, der "Kohl", oder mein Vater, Helmut Kohl. Jeder weiß, wer sein Vater ist.

 

Anselm Grün wächst unbekümmert in einer stabilen Familie, in geordneten Verhältnissen auf.

 

Bei Walter Kohl sieht das natürlich anders aus. Seine Kindheit war geprägt von einem politischen Elternhaus, von einem abwesenden Vater und einer eher schwierigen Situation.

 

Besonders beeindruckt hat mich, dass die beiden sich trauen, auch über Themen wie die Sexualität und negative Gefühle, Hass, Neid und Scham, Schicksalsschläge und so weiter zu referieren. Das macht beide absolut sympathisch.

 

Mir hat das Buch sehr viel gegeben. Das Leben ist nicht immer einfach. Wir machen Fehler. Wir machen durchaus nicht immer alles richtig. Schlimme Dinge passieren. Aber trotzdem geht es immer weiter. Trotzdem kann das Leben schön sein. Und jede Krise ist auch eine Chance.

 

Und wie schreibt Walter Kohl so schön: We are good enough, we are ok.

 

Es geht darum, sich selbst anzunehmen und die Lebens-Geschichte, in die wir involviert sind, anzunehmen, anzuschauen und darin unseren Weg zu finden. Die beiden gehen ihn, diesen individuellen Weg. Chapeau!

 

M. / 5.11.2014

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NESCAFE Dolce Gusto GRANDE MILD

 

Der große Milde für den Morgen ...

 

Mit dem "Grande Mild" hat Nescafe für die Dolce Gusto eine ganz besondere Kaffeekreation geschaffen:

 

Der Grande Mild ist sehr, sehr bekömmlich, sehr mild, sehr leicht und trotzdem aromatisch und mit dem 100%igen Arabica-Geschmack.

 

Gerade am Morgen wollen viele eine große Tasse Kaffee. Diese Kapsel ist für 180 ml gedacht. Und am Morgen verträgt der Magen oft auch noch nicht einen starken Kaffee. Deshalb brauchen wir was Mildes.

 

Mit schmeckt der Grande Mild ausgesprochen gut. Die Arabica-Note ist hier in einer milden, leichten Version verarbeitet. Sehr gelungen! Für alle, die am Morgen lieber einen leichten, milden Kaffee haben wollen, der trotzdem aromatisch schmeckt!

 

c) M. / 7/11/2014

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 ADE KE 1420 Digitale Küchenwaage, Felia

 

Klein, aber fein ...

 

... und noch dazu farbenfroh. Die "Kleine" von ADE gibt es in vier sehr schönen, bunten Farben, die aber nicht zu knallig sind.

 

Meine ist in Lila. Das Lila ist aber nicht so kräftig, wie auf dem Bild. In echt kommt die Farbe viel zarter, zurückhaltender und ruhiger daher. Sieht aber sehr, sehr gut aus.

 

Für die junge, moderne Küche ist hier auf jeden Fall eine stylische Farbe dabei.

 

Und obwohl diese digitale Küchenwaage so klein und handlich ist, kann sie alles, was ihre großen Schwestern auch können.

 

Das Diplay ist gut leserlich. Ich könnte mir zwar für die Zukunft ein noch klareres, helleres Display vorstellen. Aber dieses Display ist völlig in Ordnung.

 

Die Wiegeleistung ist ADE-gewohnt optimal.

 

Ich bin mit dieser kleinen Küchenwaage sehr, sehr zufrieden. Sie ist optisch ein Highlight. Das Lila und das Weiß sind harmonisch und modern. Durch ihre kleine Größe benötigt sie auch nicht viel Platz in der Küche und kann platzsparend verstaut oder aufgehängt werden. Empfehlenswert!

 

c) M. / 7.11.2014

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Der Postillon

 

riva Verlag

 

Großartig …

 

Einfach großartig ... Gepflegte, gewohnt gute deutsche Satire. Ich habe mich königlich amüsiert. Danke dafür ...

 

Jede einzelne Überschrift lässt einen schon schmunzeln und dann erst der launige Text dazu ...

 

Solche Überschriften "Eklat: Korrekt recherchierte Nachricht versehentlich in Bild-Zeitung veröffentlicht" sind einfach klasse, typisch Postillon und laden sofort zum Schmunzeln und Lesen ein.

 

Oder das: "Transferwahnsinn: FC Bayern München kauft Borussia Dortmund komplett für 550 Millionen Euro!" Fantastisch ...

 

Einfach nur amüsant:

 

"Erster homöopathischer Klempnerbetrieb bietet alternativ-handwerkliche Reparaturen an."

 

oder

 

"Skandal erschüttert Pornoszene: 38 Prozent aller MILFs haben gar keine Kinder."

 

oder

 

"Verschollene Frau nach 48 Stunden aus begehbarem Kleiderschrank gerettet."

 

Und das geht 160 Seiten lang so. Dazwischen launige Werbung und zynische, Wortgewandte Kurzmeldungen.

 

Einfach fantastisch. Für alle, die die gute, deutsche, professionelle Satire lieben und die literarischer Zynismus zum Lachen bringt.

 

c) M. / 10.11.2014

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"Wölfi" von Celine Blue - MAIN Verlag

Entzückend ...

... ist diese kleine, feine Geschichte. Wobei, so "klein" ist sie eigentlich gar nicht, immerhin hat sie 100 Seiten. Aber sie ist reizend, gut lesbar und flüssig geschrieben. Ein durchaus gelungener Genre-Mix.

Es geht um "Van", ein - wohl wahr - außergewöhnlicher Werwolf. Nicht nur, dass er - entgegen seiner eigentlichen Instinkte - Vegetarier ist, die Herkunft seiner Eltern ist durchaus skurril: Vater Werwolf - Mutter Fee! Und diese ausgefallenen Eltern spielen auch eine durchaus dominante Rolle in der Geschichte. In der einen oder anderen Situation erkennen sich vielleicht einige wieder, auch wenn wir nicht von Werwolf und Fee abstammen. Hier menschelt es überall!

Ach so, und Van ist natürlich schwul ...

Wäre da nicht diese dunkle, kleine Geschichte aus der Vergangenheit, würde sich Van durchaus über den überraschenden Besuch von Devlin freuen. Der hat ihm einst Unschönes angetan. Aber Van versteht sich selbst sowieso als Pausenclown und kann sich letztlich der unwiderstehlichen Anziehungskraft von Devlin nicht entziehen ...

"Wölfi" kommt flott und frei erzählt daher und bietet durchgängig ein ungewöhnliches Lesevergnügen.

c) M. / 10/11/2014
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 STABILO BOSS MINIpop 5er Set – Textmarker

 

"Kleine" Stabilo's in gewohnter Qualität

 

Die Textmarker von STABILO sind nicht ohne Grund die Nr. 1. Sie sind einfach die Besten.

 

Diese kleinen MINI-Textmarker haben natürlich ihren eigenen Einsatzbereich. Die Strichstärke ist genau wie bei ihren größeren Brüdern und Schwestern 2 - 5 mm. Da können sie also genau so viel wie die Großen. Hier hat man nicht gespart.

 

Gespart hat man an der Länge. Das ist - zugegeben - etwas ungewohnt. Die MINI-Stabilo's sind tatsächlich sehr klein und wirken zunächst sogar etwas unhandlich. Man kann sie nicht, wie einen normalen Stift, auf dem Finger oder der Hand ablegen oder anlehnen. Man muss sie mit Daumen und Zeigefinger fest halten. Schließlich sind sie auch grad mal ca. 6,7 cm lang.

 

Aber, hat man sich erst mal an ihre "Kleinheit" und ihr womöglich ungewohntes Design gewöhnt, kann man erfreut feststellen, dass sie wirklich genau das Gleiche wie die Großen können.

 

Sie kommen hier in den klassischen Farben Gelb, Pink, Orange, Grün und Blau daher.

 

Für unterwegs, für die Tasche oder natürlich auch zuhause, wenn man es gern klein und kompakt hat, sind die Mini-Textmarker von STABILO voll einsatzbar. Mir gefallen sie!

 

c) M. 11.11.2014

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"Aquarius" ist eine ziemlich gewaltige Geschichte, auf die man sich einlassen muss, wenn man will ...

"Sirenen", mit ihren betörenden Gesängen, die Schiffer anlocken, um sie zu töten, gibt's ja eigentlich nur in der Mythologie. Oder?

Jens jedenfalls, Berufstaucher, ist gerne unter Wasser. Manchmal sogar lieber, als an Land. Das muss er sich schweren Herzens eingestehen. Die Unterwasserwelt bringt nur drei Farben hervor: Blau, Grün und Braun. Ab und zu ein paar kleine Fische. Er genoss die Stille und war sich des Umstandes bewusst, dass er sich zuweilen im Meer wohler fühlte als oben an Land.

Er und seine Kollegen arbeiteten im Schichtwechsel an der Bergung eines Wracks. Die "Cyntia", in den 50er Jahren bei einem Sturm in Seenot geraten und steuerlos abgetrieben.

Ein Lichtblitz zuckte plötzlich durchs Wasser, ein Knall, dann kam die Druckwelle ...

Als Jens benommen die Augen wieder aufschlug, hat er keine Ahnung, was passiert ist und wo er ist. Er sieht eine Frau, die auf ihn zukommt, er sagt "Hallo" … schon schlägt sie ihm einen Spaten über den Schädel ...

Und immer wieder lockt das Weib, mag man hier denken. Vielleicht gibt es Sirenen wirklich?

"Aquarius” ist durchaus was für Meerliebhaber. Vielleicht entdecken sie am Ende, dass Fabelwesen tatsächlich existieren können/könnten.

Ein launiger, ungewöhnlicher Roman, eine Geschichte, bei der Mythologie und Realität verwässern, wie die gigantische Welle, die über den Strand rollt und so ihre Macht demonstriert.

 

c) M. 10.11.2014

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Mr. Beams betteriebetriebene drahtlose universale LED-Nachtleuchten mit Bewegungssensor

 

Batterie-LED-Lämpchen mit Bewegungssensor, die gut funktionieren.

 

Ich bin ein absoluter Fan von LED's. Das bedeutet für mich: helles, klares, weißes, langlebiges Licht. Wenn eine Lampe dann auch noch keine Steckdose braucht: prima!

 

Allerdings hat das - im wahrsten Sinne des Wortes - seinen Preis: In ein Lämpchen müssen hier immerhin vier Batterien. Gut, dadurch, dass die Lampe ja nur immer kurz brennt, halten die Batterien natürlich schon auch lang! Das Wort in der Beschreibung "drahtlos", sollte man aus meiner Sicht durch "Batteriebetrieben" ersetzen.

 

Wissen muss man hier: Beschreibung nur in Englisch. Die Zeichnungen sind, ehrlich gesagt, aus meiner Sicht sehr dilettantisch. Ich habe mir zum Aufschrauben der Lämpchen auf jeden Fall einen Schraubendreher geholt. Beim Zudrehen konnte ich dann auch gleich sehen, dass das Material doch relativ minderwertig ist. Die Schlitze der Plastikschrauben haben sich beim Zudrehen mit dem Schraubendreher doch tatsächlich total verzogen und verbogen, sind ausgefranst. Es handelt sich hier deshalb offenbar um sehr weiches Plastik.

 

Hängen die Lämpchen erst mal, ist allerdings alles okay. Die Bewegungsmelder funktionieren bei mir aber nicht alle einheitlich. Da scheint jedes Lämpchen ein bisschen sein Eigenleben zu haben. Ist aber okay.

 

Man kann die Lämpchen an die Wand schrauben oder kleben. Beides funktioniert. Man klebt oder schraubt die Halterung an die Wand und schiebt dann das Lämpchen drauf. Das ist super praktisch, so kann man die Lampe auch jederzeit wieder gut entfernen und dann wieder draufstecken. Gute Lösung!

 

Daraus ergibt sich für mich folgendes Fazit: Das Material scheint relativ günstiges Plastik zu sein, verbiegt sich jedenfalls beim Schrauben. Die Lämpchen lassen sich gut anbringen, das Licht ist nicht all zu hell, aber ausreichend, um eine kleine Fläche auszuleuchten. Der Bewegungsmelder funktioniert individuell, ist aber okay.

 

c) M. 14.11.2014

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HERMANN SCHERER

 

SCHATZFINDER

 

Haben Sie sich heute schon blamiert?

 

Herr Scherer meint, dass wir uns täglich alle einmal blamieren sollten. Dann, wenn wir uns mitten im gesellschaftlichen Granatfeuer der Lächerlichkeit befinden, können wir unsere Grenzen am besten ausloten. Wir sind gezwungen loszulassen, die Blamage über uns ergehen zu lassen und uns zu überlegen, wie wir da rein gerutscht sind und ob es überhaupt so schlimm ist.

 

Raus aus der vermeintlichen Sicherheitszone! Raus aus der Bequemlichkeit! Raus aus dem Alltagtrott. (Seit ich Scherer lese, denke ich regelmäßig daran, möglichst täglich Dinge zu tun, die jenseits meiner üblichen Routine sind.) Und vor allem raus aus dem Jammertal. Auf den richtigen Moment warten? Erst mal planen? Den perfekten Zeitpunkt abwarten? Abwägen? Sicherstellen? Erst mal alle Schäfchen ins Trockene bringen? Warten bis die Kinder aus dem Haus sind? Warten? Worauf? Warum? Wieso? Alles Banane!

 

Geben Sie Ihrer inneren Leidenschaft eine Stimme! Brennen Sie für etwas! Und das Leben wird sich in seiner vollen individuellen Pracht entfalten. Sprengen Sie Ihr gesellschaftliches und vor allem selbst erschaffenes Korsett und alle Möglichkeiten, auch die, die Sie nie für möglich hielten, werden sich Ihnen offenbaren.

 

Ich war heute den ganzen Tag alleine. Aber ich habe mich auch blamiert. Nicht vor anderen (Gott sei Dank in Ermangelung solcher), aber vor mir selbst.

 

Herr Scherer öffnet immer wieder Türen in mir, Türen, von denen ich zwar wusste, aber die ich so lange konsequent ignoriert hatte, dass sie jetzt, beim Aufmachen, ganz schön geknarzt haben. Und staubig waren sie auch! Aber, Dank Herrn Scherer, sind sie noch da. Und ich öffne sie einfach und schau' mal, was passiert, da ich jetzt den Mut habe, durch sie hindurch zu gehen.

 

Die Blamage bleibt mir dabei eben trotzdem nicht erspart. Aber das ist okay! Wie oft bin ich ein Narr oder in meinem Fall eine Närrin? Wie oft zweifele ich? Das nervt mich am meisten, dieses Zweifeln. Dabei ist es sowieso wurscht, wie wir uns entscheiden. Es kommt drauf an, was wir draus machen. Und wir wissen sowieso nie, wo uns unser Weg noch hinführt.

 

Ja ... und wie viel Zeit habe ich mit diesen depperten Zweifeln verbracht, mit dieser Unentschlossenheit? Zeit habe ich verschwendet. Weitergekommen bin ich ja eh nicht mit dem ganzen Grübeln! Eine dumme Zeitverschwenderin war ich.

 

Aber, egal, die Vergangenheit spielt eh keine Rolle. Das, was meine Chance ist, liegt vor mir, direkt vor mir, nicht in der Zukunft, sondern im Jetzt.

 

Die Worte von Herrn Scherer wühlen mich immer auf, sie zeigen wir, was ich falsch gemacht habe, aber auch, wie ich es richtig machen kann. Ich bin immer ein bisschen unzufrieden, wenn ich seine Worte lese. Aber auch das ist gut und okay. Seine Worte sind für mich wie eine Erleuchtung, wie der seltene, anmutige Kometenschweif am Himmel. Wenn ich ihn sehe, bin ich glücklich – einfach aus mir selbst heraus und weil ich ihn sehen darf. So sind auch seine Worte!

 

Dafür möchte ich mich mal bedanken!

 

Das Sympathische ist, dass Herr Scherer immer auch ein wenig von sich selbst erzählt. Er bekennt sich dazu, selbst öfter ein Narr zu sein. Wie er als Vater mit seiner Tochter im Musik-Unterricht einfach sprachlos ist und sich nicht gegen diese inakzeptable, langweilige Pädagogik wert.

 

Oder wie er vermeintlich Opfer seines Navi's wird, um am Ende fest zu stellen, dass er natürlich was falsch gemacht hat, nicht das Navi. Wie oft ist es so, dass wir die Maschinen beschuldigen, obwohl der Idiot outside sitzt?

 

Aber am besten oder für mich am sympathischsten: Dass er immer noch der vertanen Möglichkeit, die Nacht mit zwei attraktiven Frauen zu verbringen, irgendwie nachtrauert. Weil er damals einfach Rücksicht genommen hat. Rücksicht? Warum? Auf wen?

 

Am Ende sollten wir nur auf uns selbst Rücksicht nehmen. Unser Seelenheil sollte uns das wichtigste sein. Verantwortung sollen, nein dürfen wir übernehmen, für uns selbst.

 

Und am echten Ende, so auch Herr Scherer, kann jemand wie "Schiri-Karl", Karl Albrecht, ein glanzvolles Vorbild für uns sein: Er hat seine Traueranzeige selbst verfasst. Die ersten Worte: Ich bin umgezogen, auf den Friedhof! Und die Frauen sollen am Grab fröhliche Blumenkleider tragen und jeder bekommt einen Schnaps!

 

Dann mal Prost! Danke, Herr Scherer, für die Leidenschaft, die Sie mit uns teilen und für Ihr Brennen, das sich immer wieder auf mich überträgt und so ein Feuer entfacht, das mich neu erweckt und antreibt.

 

c) M. 14.11.2014

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DIE LIST DER WANDERHURE

 

INY LORENTZ

 

KNAUR

 

Klassischer, historischer Roman

 

Ich sag' mal so: Direkt umgehauen hat mich "Die List der Wanderhure" jetzt nicht wirklich. Anderseits versteht es das Autoren-Ehepaar dennoch immer wieder, ziemlich viel Spannung in eine Geschichte zu bringen. Und so will man auch hier immer wieder wissen, wie's weiter geht.

 

Aus meiner Sicht lässt der Schreibstil auch nichts zu wünschen übrig. Wie erwartet gut und flüssig geschrieben, allerdings hier und da vielleicht ein kleines bisschen zu langatmig und zu ausführlich. Aber ich schätze, dass alle Fans der Wanderhure auch dieses Buch sehr mögen werden.

 

Im Grunde geht es hier mehr um Isabelle. Sie ist die Äbtissin in einem eher kleinen Kloster, das auch ziemlich abseits liegt. Als ein Mönch sich einquartiert und sie ihn des nächtens durch die Gänge streifen sieht, hat sie schon so eine Ahnung, dass da eventuell irgendwas nicht stimmt.

 

Sie ist gerade mit Donata beschäftigt, der jungen Nonne, der sie eine nicht so gute Botschaft ihres Vaters übrigen muss.

 

Beide Charaktere sind eigentlich aus meiner Sicht sehr sympathisch und so dargestellt, dass man sie sich sehr gut vorstellen kann. Isabelle hütet ein Geheimnis. Hat sie den heiligen Gral?

 

Für mich ist "Die List der Wanderhure" so ein Buch, das man nicht zwingend gelesen haben muss, das aber durchaus in gewohnter Form zu unterhalten versteht. Ein klassischer "Geschichts-Schinken" halt, mit weit über 600 Seiten. Natürlich mit dem Üblichen: Betrug, Verrat, Kämpfe, Krieg, Geheimnisse, dominante Männer, unschuldige Frauen und Marie und ihr Michel.

 

Wenn man Zeit, Lust und Muse hat, dann kann man sich in "Die List der Wanderhure" ganz gut vertiefen und eintauchen in eine andere Zeit. In eine Zeit mit Burgen, Schlössern, Wäldern, Klöstern, Rittern, Nonnen, Skrupellosigkeit, Liebe, Vernunft und Geheimnissen.

 

c) M. 17.11.2014

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