Was die Seele satt macht - Martina Tischer - Kreuz Verlag

 

Seelen-Nahrung …

 

Wir essen zu viel, zu fett, zu süß, zu salzig, zu hastig, zu schnell, zu kalorienreich, das Falsche, Fastfood, Fabriknahrung, bad Food, zu wenig Gemüse, zu wenig Obst, zu viel tote Nahrungsmittel ... und überhaupt ... Das setzt uns unter Druck!

 

Und egal, ob wir uns dessen nun bewusst sind, dann belastet es uns sowieso. Weil wir uns ja dann darüber im Klaren sind, wie verkehrt wir uns ernähren. Es ist belastend, zu wissen, dass man sich nicht wirklich gesund ernährt, aber halt für gesundes Essen irgendwie keine Zeit, kein Geld, keine Lust, keinen Plan und keine Muse hat ... Dann haben wir schnell Schuldgefühle, wenn wir uns abends - auf dem Sofa sitzend - die Tiefkühlpizza einverleiben und danach schlimmstenfalls noch eine Packung Chips und eine Tafel Schokolade! Und schwupp-di-wupp sind wir drin in der fatalen Ess-Spirale. Und so soll es doch eigentlich nun wirklich nicht sein ...

 

Und die anderen, denen das schnurzpiepegal ist, die gern Fast Food essen, Fertigprodukte, kalorienhaltige Getränke, gut schmeckenden Süßkram und Knabberzeugs, die von gesunder Ernährung zwar schon mal was gehört haben, aber die freiwillig keinen Apfel essen und in sich reinstopfen, was geht? Sind die weniger geplagt von Schuldgefühlen, als erste Kategorie?

 

Egal, welche Esser wir nun sind, irgendwie hat sich unser Essen problematisiert. Wir lesen pausenlos in Zeitschriften, was gesund und was ungesund ist, daneben dann verführerische Rezepte. Ja, was denn nun?

 

Und hier zeigt uns "Was die Seele satt macht" die Balance. Darum geht es, um Ausgewogenheit, und auch darum, dass wir essen, was uns gut tut. Keine strikte Diät, aber auch Achtsamkeit.

 

Frau Tischer setzt sich in ihrem Buch sehr, sehr stark nicht nur mit unseren Essgewohnheiten auseinander, sondern mit unserem Selbstwertgefühl im Allgemeinen. Psychologisch ist das Ganze und sehr lesenswert, wenngleich auch relativ intensiv, weil es einfach zum Thema "Essen" so viel zu sagen gibt. Die einen essen zu viel, die anderen zu wenig, die einen zu ungesund und die anderen denken zu viel über gesundes Essen nach.

 

Wenn wir unser Essen "ent-problematisieren" und wieder mit Lust und Laune und mit Achtsamkeit essen, dann können wir unsere Nahrung auch wieder genießen.

 

Ein paar wenige, sehr gesunde Rezepte gibt es in dem Buch auch, immer wieder am Ende jeden Kapitels einen "Fragenkatalog" für sich selbst, quasi zur Selbstanalyse, und, sehr nett, die "Schokoladen-Meditation". Ich denke, dass spätestens da viele "hier" rufen .

 

Ein Buch für alle, die mit sich und dem Essen wieder Frieden schließen wollen.

 

c) M.

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8.4.14 19:40

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