Glückskinder - DVD - Hermann Scherer

 HERMANN

SCHERER


Glückskinder


Warum manche lebenslang Chancen suchen - und andere sie täglich nutzen

 

DVD 

 

Ich mag, wie Sie denken, Herr Scherer ...

 

Zu diesem netten Satz "Ich mag, wie Sie denken", gibt es einen Witz. Aber den kann Herr Scherer am besten selbst erzählen!

 

Es ist nicht immer alles so, wie es scheint. Und "Wahrheiten" gibt es viele, eigentlich sind es Sichtweisen.

 

Es ist schön, Herrn Scherer mal reden zu hören, sehen, wie er spricht, hören, was er sagt.

 

In seinem Vortrag kommt einiges aus dem gleichnamigen Buch "Glückskinder" vor, ein paar Anekdoten, die das Potenzial zum "Aha-Erlebnis" haben.

 

Zum Beispiel die Geschichte mit dem Flugzeug. Herr Scherer erzählt, wie er in einer Maschine saß und diese kurz vor'm Absturz schien. Eine äußerst brenzlige Situation.

 

Und dann? Dann schläft er einfach ein. Und das ist so eine Situation, über die man nachdenken kann.

 

In ganz schwierigen Momenten, in denen wir wissen, dass wir nichts mehr aktiv tun können, schalten wir quasi einfach ab. Wir ergeben uns dem Schicksal. Wir tun nichts mehr, weil wir nichts mehr tun können. Deshalb begeben wir uns in diese passive Situation.

 

Das ist ein zweischneidiges Schwert.


Einerseits ein besonderer Moment, in dem wir uns einfach nur treiben lassen, uns quasi dem Schicksal treu ergeben. Es ist, wie es ist. Wir können nichts ändern, also akzeptieren wir die Situation, so schlimm sie auch sein mag.

 

Aber anderseits sitzen wir einfach zu oft untätig herum, glauben nur, dass wir nichts tun können, sind zu faul, etwas zu tun oder haben einfach keine Lust. Dann resignieren wird und geben auf. Obwohl wir doch so viele Möglichkeiten hätten. Wir müssten nur etwas tun. Aber wir tun nix. Wir verharren, halten still, die anderen werden's schon richten ...

 

Wir sollten unser Leben nicht in dieser blind ergebenen Situation verbringen. Wir sollten uns lieber überlegen, was wir noch tun können - heute ...

 

In seinem Vortrag lässt Herr Scherer hier aber auch ein paar Videos abspielen. Videos, die krass sind. Videos, die uns zeigen, wie es geht oder aber auch, wie es nicht geht. Videos, die zeigen, wie beeinflussbar wir sind.

 

Wir wissen es vielleicht, tun aber trotzdem nix ...

 

Herr Scherer macht mir immer ein bisschen ein schlechtes Gewissen ... Aber eher im positiven Sinne.

 

Nix verschieben, lautet für mich die Devise, nicht auf morgen warten. Denn worauf warten wir. Und wissen wir schon, wenn wir einen Urlaub für den nächsten Monat planen, ob wir da überhaupt noch leben.

 

Das, was wir oft hören "Lebe so, als wäre es heut' dein letzter Tag", hält uns Herr Scherer oft vor.

 

Steve Jobs hat es genauso getan. Er hat immer gesagt, dass der Gedanke, dass er morgen tot sein könnte, ihn antreibt. Und zwar NUR dieser Gedanke.

 

Für manche Menschen mag das ein fürchterlicher Gedanke sein. Und ich weiß auch, dass es nun wirklich nicht immer möglich ist, heute das zu tun, was ich wirklich will, so dass ich morgen theoretisch zufrieden gehen könnte. Aber wir können es zumindest im Ansatz versuchen. Heute und immer wieder. Wenn wir auch heute vielleicht nicht ganz genau das tun können, was wir zu 100 % möchten, so reicht vielleicht schon das Wissen um das, was wir wirklich wollen. Und wenn es dann nicht geht. Dann probieren wir es eben wieder.

 

Eine "konstruktive Unzufriedenheit" sollen wir uns bewahren. Und das ist auch genau das, was ich denke. Sind wir zufrieden, werden wir faul und untätig. Nur eine konstruktive Unzufriedenheit kann uns immer wieder weiter bringen.

 

Oder wie der große Karl Lagerfeld sagt: Ich bin nie mit mir zufrieden und das hält mich kreativ!

 

Deshalb seien Sie nicht traurig oder deprimiert, wenn Sie unzufrieden sind. Verwandeln Sie die destruktive Unzufriedenheit in eine konstruktive ... und dann geht's auf ... Dann wird's nie langweilig. Dann geht's immer weiter und weiter ...

 

Herr Scherer sagte in seinem Vortrag, dass er nur 10 schwarze Shirt, 10 schwarze Hemden, 10 schwarze Unterhosen und 3 schwarze Anzüge hat. (Ich hoffe, ich habe es in etwa richtig wieder gegeben.). Wenn er in Urlaub fährt, nimmt er nur alte Klamotten mit und lässt sie dann im Hotel ...

 

Loslassen ... es geht immer wieder um's Loslassen, um das, was uns am Schwersten fällt. Ich weiß ... Aber Besitz ist eine Last. So zumindest Herr Scherer. Und ich weiß, was er meint.

 

Ich komm' als Frau zwar mit 10 Shirts und 10 Hosen etc. nicht wirklich aus. Will ich auch gar nicht. Zu verlockend, die Sachen da draußen. Aber ich mache es auch schon lange so, dass ich mich nicht mehr mit Farben und Formen herumquäle und Zeit damit verschwende, mir zu überlegen, ob diese Farbe zu meinem Teint passt und ob ich jenes Muster tragen kann und so weiter.

 

Ich habe mir Zeit geschenkt, in dem ich weiß, was ich will und was ich nicht will: Keine gewagten Farben mehr, keine auffälligen Muster, keine seltsamen Schnitte. Schwarz, einfach Schwarz. Klassisch und zeitlos. Und nebenbei noch Figur schmeichelnd.

 

Für Herrn Scherer ist es: Keinen Besitz anhäufen, um keine Last zu tragen. Für mich ist es: Zeit sparen, wissen, was ich will, keine sinnlose Zeit an sinnlose Tätigkeiten verschwenden (Shoppen und Buntes, Gewagtes kaufen und dann doch nicht zufrieden sein).

 

Und so sollten wir unser Leben leben: Beschränkt auf das Wichtige, auf das, was UNS wichtig ist. Brennen für etwas und nicht lange fackeln ...

 

Herr Scherer, Sie sind mein größter Motivator, Sie machen mich mutig ... Ich weiß, ich bin ein Glückskind! Ich wusste es schon immer. Aber ich hab's in den Wirren des Lebens a bisserl vergessen. Aber Sie haben mich wieder angestachelt, angefeuert ...  

 

Und nun brenne ich und fackle nicht lange ... Danke, Herr Scherer!

 

c) M.  12.12.2014

_________________________________

12.12.14 17:41

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL