Rezensionen

SIEBEN MINUTEN

NACH

MITTERNACHT 

 

Tell me the truth!

 

Diese Trauer, immer diese verfluchte Trauer. Wer schon einmal in seinem Leben einen Menschen, mit dem er jahrelang in Liebe zusammenlebte, gehen lassen musste, der weiß, wie vernichtend Trauer sein kann. Und ganz genau darum geht es in „Sieben Minuten nach Mitternacht“.

 

Und das Buch ist heftig, sehr, sehr heftig, nix für schwache Nerven und nix für zart Besaitete, nix für Leute, die lieber in einer heilen Welt leben. Aber die Welt ist eben sehr oft für viele Menschen nicht heil.

 

Für Conor war sie das. Auch, wenn er in der Schule noch nie der Beliebteste war. Wenn er nachhause kam, dann war die Welt in Ordnung. Denn dort war seine Mutter, mit der er sich beneidenswert gut verstand. Die beiden gucken abends zusammen alte Filme, die Mutter malte mit ihm. Als Freigeist erklärt die Mutter ihrem kleinen Sohn die Welt nicht, sondern lässt sie ihn selbst entdecken.

 

Als sie schwer erkrankt, sagt sie ihm auch nicht wirklich die Wahrheit, sondern schenkt ihm täglich Hoffnung. „Das wird schon wieder!“, „Die Ärzte probieren nun ein neues Medikament mit mir aus!“, „Diese Behandlung hat zwar nicht den gewünschten Erfolg gebracht, aber die nächste wird ihn bringen!“, „Alles wird gut, Conor!“, so tröstet die junge Mutter ihren Sohn. Aber über dessen Gemüt haben sich bereits dunkle Wolken gelegt. Er ahnt Schlimmstes, will das aber nicht wahrhaben. Schließlich redet die Mutter doch positiv. Und auch die Oma meint, dass nun endlich ein offenes Gespräch fällig wäre. Aber die Mutter weigert sich. „Es wird schon alles gut werden…!“

 

Wird es nicht! Das wird in dem Buch ziemlich schnell klar. Und Conor quält sich zwischen Hoffnung und Verzweiflung durch Tag und Nacht. Und dann, plötzlich, sieben Minuten nach Mitternacht, erscheint ein Monster in seinem Zimmer. Es ist groß und kräftig und zerstörerisch und zeigt Conor, was er alles mit seiner Gedankenkraft schaffen kann. Das Monster will Conor nix tun und es ist auch nicht wirklich böse. Es will Conor jeden Tag eine Geschichte erzählen. Aber Conor hat überhaupt keine Lust auf doofe Geschichten, wo doch seine Mutter dem tödlichen Abgrund immer näher kommt. Er will glauben, dass die Mutter wieder gesund wird.

 

„Was glaubst du wirklich, Conor?“, fragt das Monster ihn. „Was empfindest du wirklich in den Tiefen deines Unterbewusstseins, Conor?“, will das Monster wissen. „Dass alles gut wird natürlich!“, antwortet der Junge. „Und das ist das, was du wirklich fühlst? Tell me the truth!, erzähl‘ mir die Wahrheit, Conor!“

 

Und immer, wenn das Leben ganz besonders schwer ist und zwar wirklich, wirklich schwer, wenn das Leben einer Hölle gleicht und wir nicht verstehen, warum es so hässlich zu uns ist, warum es sich so fad anfühlt, warum es so weh tut, dann drücken wir uns vor der Wahrheit. Und zwar vor der wirklichen Wahrheit.

 

Das Monster erzählt Conor Geschichten. Geschichten von Gut und Böse, Geschichten von Wahrheit und Lüge, Geschichten von Entstehung und Zerstörung, von Leben und Tod. Ist immer alles klar? Ist immer offensichtlich, wer der Gute und wer der Böse ist? Können wir uns der Wahrheit stellen? Ertragen wir die Wahrheit? Was ist Wahrheit? Trauen wir uns, genau hinzusehen? Oder wollen wir nur, dass alles gut wird?

 

Und auch die Mutter ermutigt ihren Sohn auf ihre bewundernswert freidenkende Art: „Wenn du wütend bist, Conor, dann sei wütend. Und wenn du später einmal wütend darüber bist, dass du mal wütend warst, dann, Conor, Sohn, dann sollst du wissen, dass ich dich verstehe, immer verstehe, denn dein Herz schlägt wie meins.“

 

Irgendwann erkennt Conor, dass er seine Mutter verlieren wird. Bei den täglichen Gängen ins Krankenhaus ist es offensichtlich. Die junge Mutter wird immer schwächer und kränker. Die Oma nimmt Conor zu sich. Er muss sich darauf einstellen, dass er bei der Oma leben wird. Beide mögen sich nicht besonders. „Aber wir müssen lernen, miteinander auszukommen, Conor!“, sagt sie. Sie trauert um ihr Kind, das Kind um die Mutter. Mutterliebe in ihrer reinsten Form, Mutterliebe in ihrer traurigsten Form. Mutterliebe, die alles schaffen will. Tragik pur. Leben eben.

 

„Dies, Conor!“, sagt eines Nachts das Monster, „ist dein Alptraum! Aber du wirst ihn überleben. Glaub‘ mir! Das ist schlimm, Conor, aber es wird noch viel schlimmer. Aber du wirst es schaffen, Conor. Sicher! Und jetzt sag‘ mir die Wahrheit! Was fühlst du?“

 

Und Conor spricht es aus, spricht es endlich aus, sagt es, sagt das Unfassbare, sagt das tief Traurige, sagt das, was er nie sagen wollte, aber das, was die erschütternde Wahrheit ist. „Aber du musst dich der Wahrheit stellen, Conor …!“ Und der Junge macht das. Und vor ihm tut sich ein Abgrund auf, ein fürchterlicher Abgrund. Aber das „Monster“ weiß es besser: „Nun kennst  du die Wahrheit, Conor, aber, glaub‘ mir, du schaffst das. Es wird noch schlimmer, aber du schaffst das…!“

 

Und welche Wahrheit Coner umtreibt, welche Wahrheit das wunderbare, helfende Monster meint, das beschreibt „Sieben Minuten nach Mitternacht“. Selten so eine berührende Geschichte gelesen. Und das „Monster“, das gönnen wir Conor so sehr. Denn wenn es jemand brauchen kann, dann dieser kleine Junge …

 

Das, was Conor durchmacht, eine „Geschichte“, wie sie vermutlich täglich passiert, diese hin- und herwandernde Story zwischen traurigster Realität und rettender Fantasy, ist kaum zu ertragen … Die Worte sind gewaltig, die Situationen kaum auszuhalten, die Fantasy entpuppt sich als Retter, ein Monster, das die furchtbare Realität erträglicher macht, Geschichten, die zum Nachdenken anregen, eine Philosophie, die das Leben schreibt und die Trauer ausspuckt … Und wir ertragen sie doch, die Realität … Sicher, ganz, ganz sicher … Wir müssen uns ihr nur stellen, der Wahrheit, nicht dem, was wir hoffen, was wir glauben, sondern dem, was wirklich geschieht. Und dann werden wir ihn überleben, den Alptraum …

 

c) M. / 24.4.2017

_______________

THE DEEPER SECRET

DAS TIEFERE GEHEIMNIS

ANNEMARIE POSTMA

 

Lesenswert, aber mit Schwächen …

 

Das Buch hat - gar keine Frage - wirklich echtes Potenzial. Vor allem dadurch, dass es einfach tiefer gehen will. Tiefer als "The Secret". Und somit sind wir auch schon gleich bei der ersten, kleinen Schwäche. Zumindest aus meiner Sicht.

 

Die Autorin macht das, was in "The Secret" steht, schlecht, da beißt die Maus keinen Faden ab. Sie kommt immer wieder darauf zu sprechen und natürlich signalisiert auch schon der Buchtitel, dass es eben hier nicht nur um ein Geheimnis, sondern um ein tieferes Geheimnis geht. Und somit unterstellt sie natürlich "The Secret", dass es nicht tief genug geht. Das bringt sie auch so immer wieder zum Ausdruck. Und da muss ich halt zwangsläufig immer an den Spruch "Man wird nicht besser, indem man andre schlecht macht", denken. Und noch dazu in diesem spirituellen Bereich sollte ein solches Schlechtmachen eines anderen Buches eigentlich kein Thema sein.

 

Denn Frau Postma hätte auch so viel zu bieten, ohne ständig negativ auf "The Secret" einzugehen. Ihre These geht natürlich und in der Tat tiefer. Sie predigt nicht, dass wir uns ein Haus, ein Auto und ein Pferd wünschen sollen und das dann auch alles, wenn wir nur fest dran glauben, vielleicht bekommen. Sie erklärt uns, dass es darum geht, darauf zu vertrauen, dass das, was wir gerade in unserem Leben haben, genau das Richtige ist. Und dieses Dankbarsein, dieses Annehmen, dieses Akzeptieren und Wertschätzen, was man hat, das ist schon durchaus eine lobenswerte Philosophie, die den meisten Menschen sicher gut tut und sie weiter bringt.

 

Schön übersichtlich ist das Buch auch gestaltet und das schätze ich sehr bei spirituellen Ratgebern, da kann man einfach mal, wenn einem danach ist, schnell nachschlagen. Denn am Ende jedes Kapitels gibt es eine Zusammenfassung, eine Affirmation und Übungen. Das bündelt das Geschriebene einfach noch mal. Das finde ich gut.

 

Es geht um das WOLLEN, das SICH ENTSCHLIESSEN und darum, VERANTWORTUNG übernehmen. Und das bloße Wollen genügt einfach nicht, wir müssen schon wirklich genau wissen, warum wir etwas wollen. Das ist die Quintessenz von „The Deeper Secret“ und das ist auch völlig richtig so. Darum lohnt es sich natürlich, das Buch zu lesen und darüber nachzudenken, warum wir genau glauben, etwas zu wollen.

 

Neben den ständigen Aussagen, warum „The Secret“ nicht tief genug geht, zumindest nach Aussagen der Autorin, ist da noch etwas, was mich persönlich stört: Man hat sich bei dem Buch entschlossen, die neue Rechtschreibung, die nun wirklich schon lange da ist, völlig zu ignorieren. Die Autorin hat sich offenbar dazu entschlossen, dass die neue Rechtschreibung für sie keine Gültigkeit hat. Das Buch ist durchgängig in der alten Rechtschreibung geschrieben. Kann sie so machen, wenn sie das möchte, das kann man durchaus als Statement betrachten. Man muss das akzeptieren, wenn man das Buch liest, aber man muss es nicht selbst für gut heißen. Mich irritiert es und mir gefällt diese Ignoranz nicht.

 

Die Aussagen in dem Buch sind aber durchaus und durchgängig natürlich gut, richtig und weise. Allein das ist ein Grund, sich mit „The Deeper Secret“ zu beschäftigen. Ein ständiges Herabsehen auf „The Secret“ wäre aus meiner Sicht gar nicht nötig. Erfolg sollte man auch anderen gönnen können, vor allem im spirituellen Bereich. Denn die Esoterik geht fest davon aus, dass alles, was geschieht, seine Richtigkeit hat und dass somit auch niemand was falsch machen kann. Und somit hat auch „The Secret“ seine Berechtigung und seine Richtigkeit. Und um bei der Gerechtigkeit zu bleiben: Natürlich auch das tiefere Geheimnis. Allemal lesenswert.

 

c) M. / 18.4.2017

_____________

WAS TOTE ÜBER DAS LEBEN WISSEN

Thomas John

 

Ein berührendes und tröstendes Buch

 

Es ist schon wirklich sehr faszinierend, was und wie Thomas John hier von seinen Begegnungen mit den Toten berichtet. Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema, aber eine so detaillierte Beschreibung, wie Thomas John von den Verstorbenen und ihren Umständen geben kann, habe ich so noch nie gehört. Und genau dann wird das Ganze natürlich glaubwürdig.

 

Thomas John erzählt uns hier von vielen seiner Readings, aber auch von zufälligen Begegnungen. Und die Geschichten sind natürlich immer extrem rührselig. Man fühlt sich sehr betroffen. Vor allem sind die Menschen, die zu ihm kommen, in der Regel ja Trauernde, die mit dem Verlust nicht klar kommen. Aber es sind auch Menschen, die einfach wissen wollen, ob es ihren Lieben, die auf die andere Seite gegangen sind, gut geht. Manchmal wollen sie nur das wissen. Aber alle haben einen lieben Menschen verloren und das ist natürlich immer erst mal traurig.

 

Aber Thomas John erklärt uns so schön und mit so blumigen Worte, wie die Verstorbenen drüben "leben" und das alles, was geschieht, in Ordnung ist. Gerade, wenn man selbst trauert, tut das natürlich unheimlich gut.

 

Aber man muss nicht unbedingt selbst jemanden verloren haben, um sich für das "Leben danach" zu interessieren. Thomas John erzählt die Geschichten der Lebenden und ihrer Toten so realistisch, dass praktisch gar kein Zweifel mehr aufkommen kommen, dass  der Tod nicht das Ende ist. Und wenn dem tatsächlich so ist, dann brauchen wir alle keine Angst haben. Das Einzige, was wir tun "müssen", ist: Leben!

 

c) M. / 12.4.2017

______________

INSPIRATION

Meditation

100 AUSMALMOTIVE FÜR MEHR ENTSPANNUNG UND ACHTSAMKEIT

 

Sehr viele florale Motive ...

 

Offen gestanden hätte ich mir in dem Ausmal-Buch doch mehr meditative Bilder und Motive aus dem Yoga, mehr Asiatisches, Indisches, Buddhistisches etc. vorgestellt. Aber z.B. Buddha- und Yoga-Motive gibt es nur sehr wenige in dem Buch. Und das ist deshalb schade, weil diese Bilder eigentlich sehr schön sind. Deshalb hätte ich mir mehr davon gewünscht.

 

In dem Malbuch sind nämlich vor allem florale Motive. Die sind sehr vorherrschend. Und es gibt auch noch viele Formen-Motive zum Ausmalen, also einfach fantasievolle Muster, in die man sich vertiefen kann. Auch sehr feine Bilder sind dabei mit sehr kleinen Ausmal-Stellen. Zumindest eignet sich das zur "Ausmal-Meditation", denn man kann hier teilweise wirklich sehr kleine Formen/Blumen/Blüten/Muster etc. ausmalen.

 

Besonders gelungen find' ich allerdings die "halben Bilder", da kann man dann die andere Hälfte selbst dazu gestalten. Und da stehen launige Texte dabei, z.B. "Vervollständigen Sie das Mandala nach Lust und Laune" oder "Ergänzen Sie die Seite nach Belieben mit weiteren verspielen Mustern". Das ist eine nette, frische Idee. Mich dürfte man übrigens mit DU anreden!

 

Das Buch ist also eher ein Formen-/Blumen-/Blüten-/Muster-Ausmalbuch. Natürlich eignen sich diese Motive zur vertiefenden Mal-Meditation.

 

c) M. / 13.3.2017

_____________

So klappt’s

mit dem

Burn-out

Ein ultimativer Anti-Ratgeber

Martin-Niels Däfler

 

Es ist natürlich immer so eine Sache: Was will man mit einem "Anti-"Ratgeber erreichen? Zum einen will er eben genau keine "Lebens-Tipps" geben, zum anderen legt er aber natürlich den Finger in die Wunde. Das tut dann schon auch weh. Anderseits ist es eine Gesellschafts-Reflektion ... eben von der anderen Warte aus betrachtet, anders herum aufgerollt ...

 

Aus meiner Sicht hält uns Herr Däfler hier den Spiegel vor. Und was wir da sehen, ist nicht immer schön. Aber verzweifeln, jammern und klagen bringt eben nix. Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Ernst sein kann jeder ... Man muss aber auch den Mut haben, über ein an sich ernsten Thema lachen zu können, das Ganze irgendwie satirisch zu betrachten. Ansonsten verfällt man schnell in den Gedanken: Über so ein schwieriges Thema darf man sich nicht lustig machen. Darf man schon. Oder, anders herum: Das Ganze irgendwie flapsig betrachten, mit einer gewissen Leichtigkeit, vor allem mit dem Mut, herzhaft über gesellschaftliche Defizite zu lachen.

 

Zu lachen gibt's in dem Buch sehr viel. Herr Däfler zeigt auf komplett überspitzte Weise und natürlich absolut überzeugen, wie es zum Burn-out kommen kann. Wenn wir ackern wie die Blöden, uns kein Privatleben, keine freie Minute, keinen Spaß, keine Freizeit mehr erlauben, wenn wir nur noch unsere E-Mails und Whats-App's  checken, wenn wir  glauben, dass es ohne uns nicht geht, wenn wir nur noch die Karriereleiter hochklettern wollen und niemals inne halten, wenn es uns nur um „Mein Haus, mein Auto, mein Pferd“ geht ... dann müssen wir uns nicht wundern, wenn wir irgendwann zusammenklappen.

 

In so fern sagt das Buch für mich auch: Slow down! Einen Gang zurückschalten, mal stehen bleiben, mal inne halten, mal schauen, was wirklich glücklich und zufrieden macht, die eigenen Bedürfnisse kennen lernen und sich einfach mal dem gesellschaftlichen Druck entziehen. Geht auch. Geht sogar sehr gut. Und wenn wir für das leben, was wir wollen und was uns gut tut und uns nicht für einen gesellschaftlichen Nimbus abrackern, dann klappt's auch mit dem "Nicht-Burn-out" bekommen.

 

Und es geht auch immer wieder darum, dass wir ganz, ganz viel selbst in der Hand haben. Niemand ist für uns verantwortlich. Niemand sagt uns, was wir tun sollen. Entschleunigen - das müssen wir schon selbst tun. Aus dem Hamsterrad herausklettern, das ist unsere eigene Aufgabe. Da kommt keine Hand, die uns da raus nimmt. Nicht-gestresst sein - das ist unser eigen Ding.

 

Die Lektüre zeigt praktisch auf ultra krasse Weise, wie wir gezielt in ein Burn-out steuern können und dass wir das quasi selbst machen. Dieser "Anti-Ratgeber" ist ein Spiegel, der auf humorvolle Weise zeigt und sehr überspitzt darstellt, wie wir am Ende sehr sicher im Burn-out landen. Und das wollen wir nicht wirklich. Es darf hier auch gelacht und verschmitzt gelächelt werden, manchmal muss man sich sogar lauthals johlend auf die Schenkel klopfen. Denn in der einen oder anderen Situationen erkennen wir uns selbst wieder oder aber einen Kollegen, einen Nachbarn, einen Freund etc.

 

Damit wir gesund in einer oft krankenden Gesellschaft unseren Weg nicht aus den Augen verlieren, müssen wir uns ein Lichtlein anzünden. Und wenn mal wieder alles gaga ist: Buch aufschlagen - los lachen! Sicherlich nicht für jeden was, weil sehr zynisch. Ich weiß auch nicht genau, wie man auf so was kommt. Aber ich weiß, dass mich das Buch an vielen Stellen sehr amüsiert hat. Was nicht zuletzt am ausgefallenen Schreibstil von Herrn Däfler liegen mag, er findet sehr treffende Wortkreationen. Eines darf man beim Lesen nicht sein: Empfindlich! Man muss schon die Bereitschaft mitbringen, ein so aktuelles Thema von seiner lustigen, von seiner "Anti-"Seite betrachten zu wollen. Allemal besser als Schwermut ...

 

c) M. / 10.3.2017

______________

Entdecke die Kraft der MUDRAS

Der Energie-Kick für alle  Lebenslagen

Swami Saradananda

Lotos

 

Sehr übersichtlich gestaltete Mudras-Lektüre

 

Auf den ersten Blick ist das Buch optisch schon wirklich sehr schön und ansprechend, sehr harmonisch gestaltet. Es ist auch inhaltlich wunderbar und übersichtlich aufgeteilt und zu Beginn jeden Kapitels gibt es zwei schöne, farbige Einleitungs-Seiten. Auf  der rechten Seite einen passenden Text zu den folgenden Mudras und einen Spruch, auf der linken Seite stets ein wunderschön gestaltetes Bild. Diese beiden Seiten laden besonders zum Verweilen ein und sie stimmen auf die Mudras ein, die im anschließenden Kapitel beschrieben werden.

 

Die Schrift im übrigen Buch ist etwas zu klein und hell. Für Schlecht-Seher könnte das glatt das Lese-Vergnügen etwas mindern. Man braucht tatsächlich gute Augen, oder eine gute Brille, zum Lesen des ganzen Buches.

 

Ansonsten bzw. inhaltlich ist das Buch wirklich sehr schön. Durch die Einteilung in die einzelnen Mudras (Feuer-, Luft-, Äther-, Erd-, Wasser-, Geist-Mudras) und zum Schluss die Erklärung der Mudra-Kombinationen ist das Buch sehr angenehm und übersichtlich gestaltet. Jede einzelne Mudra ist auch noch mal bildlich dargestellt und in Erklärung, die Praxis und Wirkungsweise unterteilt. So kann man auch ganz gezielt nachschlagen.

 

Jedes Kapitel beginnt mit den zwei schönen, harmonisch gestalteten Einleitungs-Seiten, dann folgt die Einführung in die Mudras. Am Ende dieser Einführung gibt’s die Mudras auf einen Blick. Und das ist sehr praktisch, denn hier kann man gezielt unter dem „Nutzen“ der Mudra schauen und sich so konkret für eine Übung entscheiden.

 

Ich finde dieses Mudras-Buch deshalb so gelungen, weil es die Mudras unterteilt und so auch gleich angibt, wofür sie sind, z.B. für innere Kraft, für Freiheit, Freude, für die Konzentration, Stabilität und Erdung und so weiter, für inneren Frieden etc.. So kann man sich ganz gezielt für eine Übung oder mehrere Übungen entscheiden und findet gleich die entsprechenden Mudras, die man gerade für sich braucht.

 

c) M. / 6.3.2017

_____________

WEISHEITSKARTEN

für Lebensentscheidungen

52 Karten mit Anleitungsbuch

COLETTE BARON-REID

 

KNAUR

 

Wunderschöne Karten mit ausführlicher Deutungsmöglichkeit

 

Die 52 Karten aus diesem Karten-Set sind wirklich extrem schön anzusehen. Nicht nur der Goldrand macht die Karten edel und zu etwas ganz Besonderem, es sind auch die Bilder. Die sind ganz außergewöhnlich, abstrakt, modern, harmonisch. Wenn man genau hinsieht, dann entdeckt man auf eigentlich jeder Karte dieses mystische Buddha-Gesicht. Es ist nicht immer gleich erkennbar, aber die Karten laden auch zum Verweilen und zur Kontemplation ein. Es macht Freude, sie zu betrachten und je länger man eine Karte ansieht, desto mehr erkennt man in ihr.

 

Die Karten sind, so könnte man anfänglich meinen, nicht unbedingt leicht zu deuten. Denn jede Karte hat eine Mehrfachbedeutung und insgesamt je fünf Bedeutungen: Die Grundbedeutung, die Botschaft des Orakels, die Beziehungsbotschaft, die Erfolgsbotschaft und die Schutzbotschaft. Aber da die Karten so schön anzusehen sind, laden sie uns eh ein, uns intensiv mit ihnen zu beschäftigen. Und die Texte, die Colette Baron-Reid zu jeder Karte anbietet, sind zwar ausführlich, aber dennoch so kompakt und liebevoll geschrieben, dass es zu keinen Verwirrungen kommt.

 

Einige Begriffe auf den Karten, wie z.B. "Flexibel", "Gesegnet", "Frieden", "Nachdenken", "Trautes Heim" etc. stehen ja auch schon fast für sich. Aber es macht auch Freude, stets im Booklet nachzulesen und sich in die helfenden Texte zu vertiefen.

 

Ein außergewöhnliches, modernes, zeitgemäßes Kartenset, das uns die Richtung zu unserem höchsten Wohl weisen kann, Fallgruben auf unserem Weg aufzeigen und uns in unserer persönlichen Entwicklung voranbringen kann. Sehr wohltuend. Wellness für die Psyche!

 

c) M. / 2.3.2017

_______________

DAS GEHEIMNIS

DEINER

9 LEBENSZYKLEN

PAUL FERRINI

Ansata 

 

Ein echtes Nachschlagewerk …

 

Dieses Buch "Das Geheimnis deiner 9 Lebenszyklen" bekommt in meinem Bücherschrank einen festen Platz. Denn ich empfinde es definitiv als praktisches Nachschlagewerk. Je nach dem, in welchem Lebenszyklus bzw. Jahr man sich gerade befindet, kann man in dem Buch nachsehen, was diesen Zyklus bzw. das Jahr gerade ausmacht.

 

Das Buch ist aufgeteilt in den 9-Jahres-Zyklus und dann noch mal komplett in die einzelnen Jahres-Zyklen von der Geburt bis zum 81. Lebensjahr.

 

Im zweiten Teil sind die einzelnen Zyklen übersichtlich gegliedert. Zunächst geht es um die Essenz des speziellen Jahres, dann schlägt uns P. Ferrini Schlüsselwörter vor, gibt danach Dinge an, die zu beachten sind und erklärt uns die Lektion des jeweiligen Zyklus, dann wird das spezielle Jahr erklärt und was wir in diesem Jahr nicht tun sollten, am Ende gibt es noch passende Affirmationen. Und in diesem Schema ist jeder Zyklus gegliedert und das ist einfach sehr übersichtlich.

 

Im nächsten Kapitel nimmt er sich wirklich jedes Jahr von der Geburt bis zum 81. Lebensjahr vor und erklärt uns wiederum die Zyklen. Und da kann man einfach prima nachschlagen.

 

Klar verläuft nicht jedes Leben gleich und es kommt drauf an, was wir erlebt haben und erleben und auch denken und fühlen. Aber im Großen und Ganzen verlaufen doch Leben sehr ähnlich und jede Stufe hat einfach mehr oder weniger ihre Essenz. Das Leben hat einen Rhythmus. Und darum geht es. Es geht darum, dass wir verstehen, wer wir sind. Und wenn wir festhängen, kann es ja durchaus sein, dass wir gerade ein aktuelles Lebensthema aus den Augen verloren haben. Paul Ferrini hilft uns dabei, unser zyklusbedingtes Thema wiederzufinden, zu erkennen und dann entsprechend zu leben.

 

Definitiv ein Nachschlagewerk, gerade dann brauchbar, wenn man seinen Weg mal verlassen hat oder verlassen musste und wieder zurück in seine Lebensspur will. Wenn wir aus dem Takt gekommen sind, hilft uns dieses Buch, unseren Rhythmus wieder zu finden.

 

c) M. / 27.2.2017

____________

DER MAGISCHE

SCHUTZSCHILD

FRATER V.D.

 

Ansata 

 

Geballtes, esoterisches Wissen!

 

Immer, wenn ich etwas von Frater V.D. lese, weiß ich, warum mich die Esoterik immer wieder begeistert. Die wahre Esoterik oder Magie oder Spiritualität, wie immer man es nennen mag, ist unbedingt tolerant. Ihr ist gleichgültig, was jemand glaubt, in welcher Richtung jemand denkt, sie toleriert und akzeptiert ALLES. Denn in der Esoterik ist man sich sicher, dass jeder in diesem Leben genau den Weg geht, den er zu gehen hat. Ergo kann er nicht falsch sein.

 

Um sich für magisches Wissen zu öffnen, braucht's nur eins, wie Frater V.D. so schön schreibt: Ergebnisoffene Neugier! Und das ist - zumindest in meinen Augen - ein wirklich reizvoller und ultratoleranter Ansatz!

 

Zugegeben - nicht jedem mag das liegen, was Frater V.D. in diesem Buch erklärt. Und auch die Rituale, Meditationen etc. mögen gewöhnungsbedürftig scheinen. Aber: Es ist eben nicht notwendig, dass man daran glaubt, man soll sie einfach machen. Und gerade, wenn es darum geht, für sich - und auch die Menschen, die man liebt - einen Schutz aufbauen zu wollen, dann sind diese Strategien, die Frater V.D. hier anbietet, ja auf jeden Fall mal einen Versuch wert. Und  weiter – so finde ich – profitiert man auch von den weisen Worten und kommt damit besser durch’s Leben.

 

Ich muss trotzdem zugeben, (obwohl spirituell nicht ungebildet und seit langem mit dem Thema Esoterik vertraut) die nach jedem Kapitel aufgeführten "Anordnungen" habe ich nicht zu 100 % begreifen können. Vielleicht muss man sich da noch mehr vertiefen, am liebsten wäre es mir, Frater V.D. würde es mir erklären. Aber so wirken sie auf mich - ich gebe es zu - etwas arg fremdartig. Und ich verstehe sie einfach nicht.

 

Ansonsten hat er jedes Kapitel sehr übersichtlich gegliedert, es geht hier eben um den (spirituellen) Selbstschutz, auch um Werwölfe und Vampire, Astralwesen, Engel, Schutzgeister, Daimonien und so weiter und das mag für den einen was sein, der andere lehnt es ab. Aber das, was jemand glaubt, ist eben nicht wichtig. Jeder darf glauben, was er möchte. Wenn er einen effektiven Schutz sucht, findet er hier alles. Jedes Kapitel ist in Körper, Geist und Seele unterteilt und dann folgen eben die - für mich nicht ganz verständlichen - "Anordnungen": Krass anmutende, nächtliche Aktivitäten? Ich muss mich offenbar noch weiter spirituell bilden...

 

Und das gelingt - aus meiner Sicht - mit keinem "magischen Meister" besser, als mit Frater V.D.. Zweifelsfrei - so würde ich meinen -, einer der aktuell interessantesten "Meister" auf diesem Gebiet.

 

Frater V.D. bietet mit dem magischen Schutzschild wieder sein geballtes esoterisches Wissen an, das, wie ich finde, einfach unglaublich hilfreich, positiv und interessant ist. Das Buch ist definitiv auch ein esoterisches Nachschlagewerk. Aber erst mal bildet es und gibt uns Diverses an die Hand, um geschützt durchs Leben zu kommen. Besten Dank!

 

c) M. / 20.2.2017

______________

Positives Geld

Heidrun Schwartz

 

Ein energetisierendes Buch ...

 

Dieses Buch ist - für meinen Geschmack - wahrlich energetisch und energetisierend. Denn ob wir es wollen oder nicht, in irgendeiner Form ist jeder von uns ständig mit Geld konfrontiert. Und all' zu oft behaften wir Geld negativ. Wir reden zu negativ über Geld, finden, dass die Einen zu viel, die Anderen zu wenig haben, meinen, dass Geld den Charakter verdirbt und dass "die da oben" zu viel verdienen, die anderen zu wenig bekommen, meinen, dass die Einen das Geld nicht verdient haben und die, die es bräuchten, es nicht haben und so weiter und so fort. Und dabei brauchen wir in der zivilisierten Gesellschaft das Geld. Und auch, wenn Geld allein selbstverständlich nicht glücklich macht, nicht glücklich machen kann, so ist zwangsweise derjenige, der keines hat, es aber bräuchte, auch nicht glücklicher.

 

"Die Kraft des positiven Denkens" wird uns schon lange gepredigt. Aber selbst wenn wir es irgendwie verstehen können, und: Positiv denken schade ja nicht, ganz im Gegenteil, so fällt es uns dennoch oft schwer, das positiv Denken auch wirklich zu verinnerlichen und in dem Fall auf das Geld zu übertragen. Was haben wir zu verlieren? Gar nichts! Ganz im Gegenteil! Wir können nur gewinnen.

 

Dankbar sein für das Geld, das wir in der Tasche oder auf dem Konto haben und ganz konkret beim Geld bedanken. Warum nicht? Es gibt einen Spruch: Wirf' das Geld zum Fenster raus und es kommt zur Tür wieder rein. Das mag bei dem Einen oder Anderen nicht klappen. Aber dass man Geld nicht fest halten, sondern es los lassen soll, damit es im Flow bleibt, und wie in einem Kreislauf wieder zu uns zurück kommt, das haben wir auch schon mal gehört. Wenn wir im Kopf immer nur den Mangel haben, dann kann - im wahrsten Sinne des Wortes - unterm Strich ja auch nix Positives dabei raus kommen.

 

Also, immer positiv denken. Und wie uns die Autorin rät: Sich wirklich ganz konkret bei jeder Münze, bei jedem Schein bedanken, sagen: Ich freu' mich, dass du da bist. Oder, wenn wir das Geld ausgeben: Ich freue mich, dass du da warst. Das, so klingt es zumindest für mich, kann einfach nicht verkehrt sein.

 

Mich hat dieses Buch froh gemacht, mich hat das, was die Autorin schreibt, froh gemacht, denn sie ist so positiv und das tut in Zeiten, in denen viel gejammert wird, einfach gut. Oder hat jammern schon jemals was gebracht? Ich finde den Gedanken, Geld positiv zu besetzen, in keinem Fall verkehrt. Danke, Frau Heidrun Schwartz, für dieses Buch, danke für die positiven Geld-Gedanken! Denn Geld allein mag nicht glücklich machen, aber Geld macht ja auch nicht zwangsläufig unglücklich! Wenn wir genug davon haben, also so viel, wie wir wirklich brauchen, dann geht es uns doch gut. Und genau darum geht es doch. Positives Denken schadet nicht, niemals!

 

c) M. / 3.2.2017

_____________