Rezensionen

Ein Schutzschild für die Seele: Spirituelle Energie aufbauen, bewahren, verteidigen

DOROTHY HARBOUR

HEYNE

 

Wie man sich schützt in einer oft toxischen Welt

 

Dieses Buch - das sollte man unbedingt vor dem Kauf bedenken - ist "lediglich" eine gekürzte und überarbeitete Fassung von "Achtung, Energie-Vampire". Wer das also schon mal gelesen oder/und zuhause im Regal stehen hat, der braucht "Ein Schutzschild für die Seele" nicht unbedingt.

 

Gut zu lesen ist es natürlich allemal und auch immer wieder, wie wir uns vor "Energie-Vampiren" schützen können. Mir persönlich ist das Thema hier allerdings aber irgendwie zu negativ dargestellt. Außerdem sind doch einige Punkte, so finde ich zumindest, nicht mehr ganz zeitgemäß. So warnt die Autorin immer wieder vor dem "bösen Fernsehen" und auch vorm Elektrosmog. Als das Buch zum ersten Mal geschrieben wurde, gab es noch keine Tablets, keine Smartphones, keine High Tech Laptops etc. und diese komplette Vernetzung, die wir heutzutage in unseren Wohnungen haben. Also, vor Elektrosmog kann man sich heutzutage kaum schützen, außer man lebt irgendwo auf dem Bauernhof. Und mittlerweile gibt es ein bisschen mehr als "nur" Fernsehen. Und ich denke auch nicht, dass man sich davor schützen sollte, vielmehr sollte man diese neuen Medien sinnvoll und positiv ins Leben integrieren. So kommt z.B. Meditations-Musik aus dem Tablet und Ritualzubehör kann man sich sogleich im I-Net bestellen und, und, und. Die Verteufelung neuer Medien halte ich persönlich nicht für wirklich zielführend. Die Ratschläge halte ich deshalb auch für nicht mehr zeitgemäß.

 

Auch erklärt sie, dass wir auf keinen Fall Fleisch essen dürfen, das wäre minderwertiger als Gemüse. Auch hier müsste man, genau genommen, ein eigenes Thema eröffnen. Aber ich persönlich mag es doch eher toleranter. Die "wahre Esoterik" ist auch tolerant und kennt keine strengen Regeln. Ein „Muss“ und „Du darfst nicht“ wirkt auf manche dann doch eher kontraproduktiv. Und jeder Mensch ist anders!

 

Nichts desto trotz ist die Grundaussage der Lektüre natürlich gut. Es ist voller Rituale. Das muss man natürlich mögen. Aber das ist alles sehr positiv und schön und nützlich, wenn man sich dem öffnet. Und zu wissen, wie man im worst case, mit schlechter Energie von außen oder mit schlechter Energie von anderen Menschen umgeht, wie man sich schützt, um möglichst gesund und heil durchs Leben zu kommen, ist nie verkehrt.

 

c) M. / 21.6.2017

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Der kleine Krisenkiller: 12 Wege, schwierige Lebenssituationen zu meistern

JENS FÖRSTER

KNAUR 

 

Ein wunderbares Buch ...

 

... ein sehr, sehr sympathisches Buch, ehrlich, offen, natürlich psychologisch, aber absolut verständlich, weil menschlich, aus dem Leben gegriffen und auch privat.

 

Jens Förster lässt hier immer wieder Privates einfließen und das macht das Buch auch so authentisch. Denn, okay, der Eine oder Andere von uns, der mag von kleinen oder großen Katastrophen völlig verschont  bleiben. Es gibt solche Glückspilze. Oder gehen diese Menschen nur einfach anders mit dem Schicksal und dem, was ihnen widerfährt, um? Denn, logisch, am Ende liegt es doch immer an uns selbst, wie wir mit dem umgehen, was uns das Leben bietet. Die Zitronen, die es uns auf den Weg wirft, können wir sauer finden, wenn wir hineinbeißen oder aber, wir können aus ihnen Limonade machen. Steine, die uns in den Weg gelegt werden, können wir wegrollen oder über  sie stolpern. Es liegt mehr oder weniger immer an uns. Klar, das alles klingt auch ein bisschen wie Klugscheißerei und das wollen wir in Krisensituation nicht nur nicht hören, wir können es auch nicht hören. Wir sind geschwächt. Wir sind kraftlos. Denn wenn wir Steine wegrollen und Limo aus Zitronen machen könnten, dann wären wir ja nicht in der Krise.

 

Das alles und noch viel mehr erklärt Jens Förster sehr, sehr liebevoll, sehr verständnisvoll und natürlich auch sehr professionell in seinem Buch. Und es nützt einfach nix - am Ende können wir nur selbst unseren Karren aus dem Dreck ziehen. Dass es leicht werden würde, das hat keiner gesagt. Und Jens Förster nimmt uns einfach an der Hand, versteht uns, lässt uns unsere Krisen durchleben, erklärt uns, warum wir sie sogar brauchen, begleitet uns hindurch und zeigt uns, wie wir wieder Licht am Ende des Tunnels sehen können. Ein nettes Buch. Ein aufbauendes Buch. In der Krise sicherlich absolut tröstend. Geht's uns grad gut, dann tut der "kleine Krisen Killer" uns noch besser.

 

Sauber gegliedert führt uns Jens Förster mit seinem Buch quasi durch die Krise hindurch, erklärt, wie sie entsteht, warum sie ist. Und zeigt uns dann einige Dinge, die wir -dagegen- tun können. Klingt teilweise banal: Sport, Natur, Freunde, Achtsamkeit, Religion, Ehrenamt, Wellness, Hobbys, Musik, Kunst ... Aber ganz genau darin liegt die Lösung. In diesen vielen Möglichkeiten, die wir haben, uns etwas Gutes zu tun oder etwas zu finden, das uns hochzieht, herauszufinden, was uns ablenkt, ja, auch Ablenkung tut in einer Krise immer wieder gut, (wieder) entdecken, was wir mögen ... Und wenn wir das verinnerlichen, dass wir uns Dinge suchen können, die uns Freude bereiten, dass es überhaupt nur darum geht, herauszufinden, wie wir ein kleines Licht in die Dunkelheit der Krise bringen können. Und das zeigt uns Jens Förster sehr ambitioniert und sehr liebevoll in seinem Buch. Danke!

 

c) M. / 20.6.2017

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E-Motion - Lass los und du bekommst, was für dich bestimmt ist

     

Kraftvolle Worte von weisen Menschen

   

Viele bedeutende amerikanische Spirituelle und Wissenschaftler kommen hier zu Wort! Und wir hören sie hier auch im Originalton. Denn die DVD ist mit Untertiteln versehen. (Aber es gibt sie jetzt wohl auch in deutscher Sprache, Stand 5/2017.) Klar, das muss man mögen. Und wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, der ist hier fleißig am Lesen. Aber dafür kommt man in den Genuss, dass man die spirituellen Lehrer, Ärzte und Wissenschaftler im Original-Ton hört. Ich find' das sehr gut. Für den einen oder anderen, der nicht so auf Untertitelung steht, mag es anstrengend sein. Aber ich finde das so interessant, was die Leute erzählen, dass es mich kein bisschen stört und ich es sogar schön finde, sie im Original zu hören.

 

Neale Donald Walsch, der doch vielen bekannt ist, kommt hier - so finde ich - eher melancholisch und sogar ein wenig bedauernd daher. Er sagt auch, dass er es bedauert, dass er "das alles" erst so spät begriffen hat und so weiter. Das mag seine Art sein und das kann ja auch Hoffnung wecken. Aber ich mag das Positive der anderen Sprechenden lieber.

 

Es wird abwechselnd gesprochen und das Ganze ist eingebunden in eine rührende Geschichte von einer jungen, gestressten Frau und einem jungen, deprimierten Mann. Die spirituellen Leute erklären aber, wie wir ins Gleichgewicht kommen und wie wir uns gesund machen und selbst heilen können. Auch einige aktive Übungen sind dabei, was ich besonders attraktiv finde. Die Redner empfinde ich auch als teilweise sehr unterschiedlich, was gut ist. Denn am Ende wollen sie alle das Gleiche, dass wir nämlich begreifen, dass jeder sein eigener Heiler sein kann und dass jeder Wunsch in Erfüllung gehen kann, dass wir zu uns selbst finden und Mut haben, UNSEREN Weg zu gehen.

 

Wie das geht, erfährt man in der DVD. Mir gefallen die kraftvollen Worte und die Message, die dem allen und einem individuellen, heilen, frohen Leben zugrunde liegt.

 

c) M. / 26.5.2017

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Inspiration Happy Zen: 50 fröhliche Motive und Ornamente kolorieren (Farbe rein - Stress raus)

EMF

 

Einfach mal Pause machen und (aus)malen...

 

... und das macht auch mit diesem Heftchen wieder besonders viel Freude und spendet einfach Ruhe zwischendurch. Einfach mal den grauen Alltag draußen lassen, hinsetzen, sich Stifte holen und sich von den fröhlichen Motiven in diesem Malbüchlein inspirieren lassen.

 

Am besten malt man hier mit Buntstiften, denn das Heftchen hat den Anschein, als wäre es aus "Öko-Papier", was ich persönlich sehr gut finde. Mit herkömmlichen Buntstiften malt es sich hier besonders gut.

 

Es gibt 50 Motive und Ornamente, da sind klassische Mandalas, aber auch Cupcakes, Zitronen, Teebeutel, Schokolade, Teekannen, Blätter, Kekse, auch Eulen, Vögel, Blumen, Sterne, Sonnen, Schmetterlinge, Fische, Wolken und Libellen kann man hier vom tristen Schwarz/Weiß in eine bunte Welt befördern. Einige Motive sind auch nicht fertig gemalt und laden zum Fertigstellen ein.

 

Auch hier heißt es wieder: Farbe rein - Stress raus! Das "Happy Zen"-Büchlein bietet abstrakte Ornamente, formschöne Mandalas, viel Blumiges und Tierisches, vor allem aber fröhliche Motive zum Ausmalen.

 

c) M. / 22.5.2017

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ENERGETISCHER SELBSTSCHUTZ

 

Nützliche Tipps für den Alltag …

 

Mir hat das Buch wirklich viel gebracht und mich viel gelehrt. Ich wusste nicht, dass z.B. ein Kaktus quasi ein psychischer Energiespalter ist und dass man ihn hervorragend dafür verwenden kann, schmutzige psychische Energie zu spalten. Erklärt ist auch, welches Räucherwerk man z.B. gegen schlechte Träume verwenden kann und wie man Kristalle quasi als psychischen Staubsauger zu Hause einsetzen kann. Und natürlich werden auch die Techniken vorgestellt, die man gegen psychische Angriffe verwenden kann. Zusätzlich ist alles durch Zeichnungen noch mal erklärt.

 

Im Anhang lernen wir, wie wir unsere Hände sensibilisieren und die innere und äußere Aura abtastet.

 

Das Buch ist hoch spirituell und auch durchzogen von vielerlei esoterischem Wissen. Der Autor meint zwar, dass man an all' die Techniken, die man zur psychischen Abwehr verwenden kann, unbedingt ganz fest glauben muss, weil sie sonst nicht wirken, das ist aber in anderen esoterischen Ansätzen so nicht notwendig. Dort steht eher, dass der Glaube daran nicht wichtig ist, sondern dass es geschieht. Denn wenn gesagt wird, dass es nur funktioniert, wenn wir dran glauben, dann landet man doch ganz schnell in der esoterischen Schmuddelecke, die so manches Mal in Verruf gerät. Und damit würde man diesem spirituell-geistigen Buch auch Unrecht tun, das wirklich enormes Potenzial hat.

 

Ich finde aber, dass es sich hier durchgängig um altes, spirituelles Wissen handelt, das dem Leser  anschaulich erklärt wird. Auch wird alles in Worten beschrieben, die nicht schwer verständlich sind. Und das halte ich auch für sehr wichtig. Das Buch ist esoterisch auf dem höchsten Niveau, aber trotzdem nicht unverständlich, sondern im Gegenteil ganz basic. Die hübschen Zeichnungen machen alles noch mal anschaulicher.

 

Mir gefällt das Buch sehr. Die Tipps sind nützlich, schön und leicht umsetzbar. Alles ist harmonisch und leicht zum Nachmachen. Jemand, der nicht dran glaubt, wird sich mit der Lektüre vermutlich auch nicht beschäftigen. In so fern ist die Grundvoraussetzung, wie der Autor meint, ja eh gegeben. Ansonsten: So sei es!

 

c) M./ 3.5.2017

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Inspiration Atlantis:

50 mystische Motive kolorieren

EMF

 

Einfach mal abtauchen …

 

"Ausmalen für Erwachsene" - das ist die neue Instant-Entspannungsmethode. Farbe rein - Stress raus. Und für jeden Gusto gibt es das entsprechende Ausmalheft.

 

Hier haben wir es mit dem mysteriösen Atlantis zu tun. Ein mystisches, untergegangenes Reich, um das sich viel Rätsel und Spekulationen ranken.

 

Hier dürfen wir also Seepferdchen, große und kleine Fische, Unterwasserpflanzen, Amphoren, Muscheln, Säulen, Tintenfische, Seesterne, Anker, Krebse und allerlei Maritimes mit Farbe zum symbolischen Leben erwecken. Das Schöne bei  diesem Ausmalbüchlein ist, dass es auf fast jeder Seite z.B. noch einen weisen Spruch gibt, einen positiven Satz oder eine "Ausmal-Hilfe". Dem bunten Ausmalen sind hier keine Grenzen gesetzt.

 

Auf dem Papier kann man auch gut malen, die Motive sind mystisch, floral, maritim, großflächig oder filigraner, so dass für jeden Ausmal-Willigen was dabei ist.

 

Wer Unterwasserwelten und Atlantis und sich einfach mal für ein paar Minuten entspannen mag, der schnappt sich die Buntstifte und taucht mit diesem Heftchen einfach mal ab. Ahoi!

 

c) M. / 2.5.2017

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SIEBEN MINUTEN

NACH

MITTERNACHT 

 

Tell me the truth!

 

Diese Trauer, immer diese verfluchte Trauer. Wer schon einmal in seinem Leben einen Menschen, mit dem er jahrelang in Liebe zusammenlebte, gehen lassen musste, der weiß, wie vernichtend Trauer sein kann. Und ganz genau darum geht es in „Sieben Minuten nach Mitternacht“.

 

Und das Buch ist heftig, sehr, sehr heftig, nix für schwache Nerven und nix für zart Besaitete, nix für Leute, die lieber in einer heilen Welt leben. Aber die Welt ist eben sehr oft für viele Menschen nicht heil.

 

Für Conor war sie das. Auch, wenn er in der Schule noch nie der Beliebteste war. Wenn er nachhause kam, dann war die Welt in Ordnung. Denn dort war seine Mutter, mit der er sich beneidenswert gut verstand. Die beiden gucken abends zusammen alte Filme, die Mutter malte mit ihm. Als Freigeist erklärt die Mutter ihrem kleinen Sohn die Welt nicht, sondern lässt sie ihn selbst entdecken.

 

Als sie schwer erkrankt, sagt sie ihm auch nicht wirklich die Wahrheit, sondern schenkt ihm täglich Hoffnung. „Das wird schon wieder!“, „Die Ärzte probieren nun ein neues Medikament mit mir aus!“, „Diese Behandlung hat zwar nicht den gewünschten Erfolg gebracht, aber die nächste wird ihn bringen!“, „Alles wird gut, Conor!“, so tröstet die junge Mutter ihren Sohn. Aber über dessen Gemüt haben sich bereits dunkle Wolken gelegt. Er ahnt Schlimmstes, will das aber nicht wahrhaben. Schließlich redet die Mutter doch positiv. Und auch die Oma meint, dass nun endlich ein offenes Gespräch fällig wäre. Aber die Mutter weigert sich. „Es wird schon alles gut werden…!“

 

Wird es nicht! Das wird in dem Buch ziemlich schnell klar. Und Conor quält sich zwischen Hoffnung und Verzweiflung durch Tag und Nacht. Und dann, plötzlich, sieben Minuten nach Mitternacht, erscheint ein Monster in seinem Zimmer. Es ist groß und kräftig und zerstörerisch und zeigt Conor, was er alles mit seiner Gedankenkraft schaffen kann. Das Monster will Conor nix tun und es ist auch nicht wirklich böse. Es will Conor jeden Tag eine Geschichte erzählen. Aber Conor hat überhaupt keine Lust auf doofe Geschichten, wo doch seine Mutter dem tödlichen Abgrund immer näher kommt. Er will glauben, dass die Mutter wieder gesund wird.

 

„Was glaubst du wirklich, Conor?“, fragt das Monster ihn. „Was empfindest du wirklich in den Tiefen deines Unterbewusstseins, Conor?“, will das Monster wissen. „Dass alles gut wird natürlich!“, antwortet der Junge. „Und das ist das, was du wirklich fühlst? Tell me the truth!, erzähl‘ mir die Wahrheit, Conor!“

 

Und immer, wenn das Leben ganz besonders schwer ist und zwar wirklich, wirklich schwer, wenn das Leben einer Hölle gleicht und wir nicht verstehen, warum es so hässlich zu uns ist, warum es sich so fad anfühlt, warum es so weh tut, dann drücken wir uns vor der Wahrheit. Und zwar vor der wirklichen Wahrheit.

 

Das Monster erzählt Conor Geschichten. Geschichten von Gut und Böse, Geschichten von Wahrheit und Lüge, Geschichten von Entstehung und Zerstörung, von Leben und Tod. Ist immer alles klar? Ist immer offensichtlich, wer der Gute und wer der Böse ist? Können wir uns der Wahrheit stellen? Ertragen wir die Wahrheit? Was ist Wahrheit? Trauen wir uns, genau hinzusehen? Oder wollen wir nur, dass alles gut wird?

 

Und auch die Mutter ermutigt ihren Sohn auf ihre bewundernswert freidenkende Art: „Wenn du wütend bist, Conor, dann sei wütend. Und wenn du später einmal wütend darüber bist, dass du mal wütend warst, dann, Conor, Sohn, dann sollst du wissen, dass ich dich verstehe, immer verstehe, denn dein Herz schlägt wie meins.“

 

Irgendwann erkennt Conor, dass er seine Mutter verlieren wird. Bei den täglichen Gängen ins Krankenhaus ist es offensichtlich. Die junge Mutter wird immer schwächer und kränker. Die Oma nimmt Conor zu sich. Er muss sich darauf einstellen, dass er bei der Oma leben wird. Beide mögen sich nicht besonders. „Aber wir müssen lernen, miteinander auszukommen, Conor!“, sagt sie. Sie trauert um ihr Kind, das Kind um die Mutter. Mutterliebe in ihrer reinsten Form, Mutterliebe in ihrer traurigsten Form. Mutterliebe, die alles schaffen will. Tragik pur. Leben eben.

 

„Dies, Conor!“, sagt eines Nachts das Monster, „ist dein Alptraum! Aber du wirst ihn überleben. Glaub‘ mir! Das ist schlimm, Conor, aber es wird noch viel schlimmer. Aber du wirst es schaffen, Conor. Sicher! Und jetzt sag‘ mir die Wahrheit! Was fühlst du?“

 

Und Conor spricht es aus, spricht es endlich aus, sagt es, sagt das Unfassbare, sagt das tief Traurige, sagt das, was er nie sagen wollte, aber das, was die erschütternde Wahrheit ist. „Aber du musst dich der Wahrheit stellen, Conor …!“ Und der Junge macht das. Und vor ihm tut sich ein Abgrund auf, ein fürchterlicher Abgrund. Aber das „Monster“ weiß es besser: „Nun kennst  du die Wahrheit, Conor, aber, glaub‘ mir, du schaffst das. Es wird noch schlimmer, aber du schaffst das…!“

 

Und welche Wahrheit Coner umtreibt, welche Wahrheit das wunderbare, helfende Monster meint, das beschreibt „Sieben Minuten nach Mitternacht“. Selten so eine berührende Geschichte gelesen. Und das „Monster“, das gönnen wir Conor so sehr. Denn wenn es jemand brauchen kann, dann dieser kleine Junge …

 

Das, was Conor durchmacht, eine „Geschichte“, wie sie vermutlich täglich passiert, diese hin- und herwandernde Story zwischen traurigster Realität und rettender Fantasy, ist kaum zu ertragen … Die Worte sind gewaltig, die Situationen kaum auszuhalten, die Fantasy entpuppt sich als Retter, ein Monster, das die furchtbare Realität erträglicher macht, Geschichten, die zum Nachdenken anregen, eine Philosophie, die das Leben schreibt und die Trauer ausspuckt … Und wir ertragen sie doch, die Realität … Sicher, ganz, ganz sicher … Wir müssen uns ihr nur stellen, der Wahrheit, nicht dem, was wir hoffen, was wir glauben, sondern dem, was wirklich geschieht. Und dann werden wir ihn überleben, den Alptraum …

 

c) M. / 24.4.2017

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THE DEEPER SECRET

DAS TIEFERE GEHEIMNIS

ANNEMARIE POSTMA

 

Lesenswert, aber mit Schwächen …

 

Das Buch hat - gar keine Frage - wirklich echtes Potenzial. Vor allem dadurch, dass es einfach tiefer gehen will. Tiefer als "The Secret". Und somit sind wir auch schon gleich bei der ersten, kleinen Schwäche. Zumindest aus meiner Sicht.

 

Die Autorin macht das, was in "The Secret" steht, schlecht, da beißt die Maus keinen Faden ab. Sie kommt immer wieder darauf zu sprechen und natürlich signalisiert auch schon der Buchtitel, dass es eben hier nicht nur um ein Geheimnis, sondern um ein tieferes Geheimnis geht. Und somit unterstellt sie natürlich "The Secret", dass es nicht tief genug geht. Das bringt sie auch so immer wieder zum Ausdruck. Und da muss ich halt zwangsläufig immer an den Spruch "Man wird nicht besser, indem man andre schlecht macht", denken. Und noch dazu in diesem spirituellen Bereich sollte ein solches Schlechtmachen eines anderen Buches eigentlich kein Thema sein.

 

Denn Frau Postma hätte auch so viel zu bieten, ohne ständig negativ auf "The Secret" einzugehen. Ihre These geht natürlich und in der Tat tiefer. Sie predigt nicht, dass wir uns ein Haus, ein Auto und ein Pferd wünschen sollen und das dann auch alles, wenn wir nur fest dran glauben, vielleicht bekommen. Sie erklärt uns, dass es darum geht, darauf zu vertrauen, dass das, was wir gerade in unserem Leben haben, genau das Richtige ist. Und dieses Dankbarsein, dieses Annehmen, dieses Akzeptieren und Wertschätzen, was man hat, das ist schon durchaus eine lobenswerte Philosophie, die den meisten Menschen sicher gut tut und sie weiter bringt.

 

Schön übersichtlich ist das Buch auch gestaltet und das schätze ich sehr bei spirituellen Ratgebern, da kann man einfach mal, wenn einem danach ist, schnell nachschlagen. Denn am Ende jedes Kapitels gibt es eine Zusammenfassung, eine Affirmation und Übungen. Das bündelt das Geschriebene einfach noch mal. Das finde ich gut.

 

Es geht um das WOLLEN, das SICH ENTSCHLIESSEN und darum, VERANTWORTUNG übernehmen. Und das bloße Wollen genügt einfach nicht, wir müssen schon wirklich genau wissen, warum wir etwas wollen. Das ist die Quintessenz von „The Deeper Secret“ und das ist auch völlig richtig so. Darum lohnt es sich natürlich, das Buch zu lesen und darüber nachzudenken, warum wir genau glauben, etwas zu wollen.

 

Neben den ständigen Aussagen, warum „The Secret“ nicht tief genug geht, zumindest nach Aussagen der Autorin, ist da noch etwas, was mich persönlich stört: Man hat sich bei dem Buch entschlossen, die neue Rechtschreibung, die nun wirklich schon lange da ist, völlig zu ignorieren. Die Autorin hat sich offenbar dazu entschlossen, dass die neue Rechtschreibung für sie keine Gültigkeit hat. Das Buch ist durchgängig in der alten Rechtschreibung geschrieben. Kann sie so machen, wenn sie das möchte, das kann man durchaus als Statement betrachten. Man muss das akzeptieren, wenn man das Buch liest, aber man muss es nicht selbst für gut heißen. Mich irritiert es und mir gefällt diese Ignoranz nicht.

 

Die Aussagen in dem Buch sind aber durchaus und durchgängig natürlich gut, richtig und weise. Allein das ist ein Grund, sich mit „The Deeper Secret“ zu beschäftigen. Ein ständiges Herabsehen auf „The Secret“ wäre aus meiner Sicht gar nicht nötig. Erfolg sollte man auch anderen gönnen können, vor allem im spirituellen Bereich. Denn die Esoterik geht fest davon aus, dass alles, was geschieht, seine Richtigkeit hat und dass somit auch niemand was falsch machen kann. Und somit hat auch „The Secret“ seine Berechtigung und seine Richtigkeit. Und um bei der Gerechtigkeit zu bleiben: Natürlich auch das tiefere Geheimnis. Allemal lesenswert.

 

c) M. / 18.4.2017

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WAS TOTE ÜBER DAS LEBEN WISSEN

Thomas John

 

Ein berührendes und tröstendes Buch

 

Es ist schon wirklich sehr faszinierend, was und wie Thomas John hier von seinen Begegnungen mit den Toten berichtet. Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema, aber eine so detaillierte Beschreibung, wie Thomas John von den Verstorbenen und ihren Umständen geben kann, habe ich so noch nie gehört. Und genau dann wird das Ganze natürlich glaubwürdig.

 

Thomas John erzählt uns hier von vielen seiner Readings, aber auch von zufälligen Begegnungen. Und die Geschichten sind natürlich immer extrem rührselig. Man fühlt sich sehr betroffen. Vor allem sind die Menschen, die zu ihm kommen, in der Regel ja Trauernde, die mit dem Verlust nicht klar kommen. Aber es sind auch Menschen, die einfach wissen wollen, ob es ihren Lieben, die auf die andere Seite gegangen sind, gut geht. Manchmal wollen sie nur das wissen. Aber alle haben einen lieben Menschen verloren und das ist natürlich immer erst mal traurig.

 

Aber Thomas John erklärt uns so schön und mit so blumigen Worte, wie die Verstorbenen drüben "leben" und das alles, was geschieht, in Ordnung ist. Gerade, wenn man selbst trauert, tut das natürlich unheimlich gut.

 

Aber man muss nicht unbedingt selbst jemanden verloren haben, um sich für das "Leben danach" zu interessieren. Thomas John erzählt die Geschichten der Lebenden und ihrer Toten so realistisch, dass praktisch gar kein Zweifel mehr aufkommen kommen, dass  der Tod nicht das Ende ist. Und wenn dem tatsächlich so ist, dann brauchen wir alle keine Angst haben. Das Einzige, was wir tun "müssen", ist: Leben!

 

c) M. / 12.4.2017

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INSPIRATION

Meditation

100 AUSMALMOTIVE FÜR MEHR ENTSPANNUNG UND ACHTSAMKEIT

 

Sehr viele florale Motive ...

 

Offen gestanden hätte ich mir in dem Ausmal-Buch doch mehr meditative Bilder und Motive aus dem Yoga, mehr Asiatisches, Indisches, Buddhistisches etc. vorgestellt. Aber z.B. Buddha- und Yoga-Motive gibt es nur sehr wenige in dem Buch. Und das ist deshalb schade, weil diese Bilder eigentlich sehr schön sind. Deshalb hätte ich mir mehr davon gewünscht.

 

In dem Malbuch sind nämlich vor allem florale Motive. Die sind sehr vorherrschend. Und es gibt auch noch viele Formen-Motive zum Ausmalen, also einfach fantasievolle Muster, in die man sich vertiefen kann. Auch sehr feine Bilder sind dabei mit sehr kleinen Ausmal-Stellen. Zumindest eignet sich das zur "Ausmal-Meditation", denn man kann hier teilweise wirklich sehr kleine Formen/Blumen/Blüten/Muster etc. ausmalen.

 

Besonders gelungen find' ich allerdings die "halben Bilder", da kann man dann die andere Hälfte selbst dazu gestalten. Und da stehen launige Texte dabei, z.B. "Vervollständigen Sie das Mandala nach Lust und Laune" oder "Ergänzen Sie die Seite nach Belieben mit weiteren verspielen Mustern". Das ist eine nette, frische Idee. Mich dürfte man übrigens mit DU anreden!

 

Das Buch ist also eher ein Formen-/Blumen-/Blüten-/Muster-Ausmalbuch. Natürlich eignen sich diese Motive zur vertiefenden Mal-Meditation.

 

c) M. / 13.3.2017

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